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Arbeitsstätten sind so einzurichten, zu benutzen und instand zu halten, dass von ihnen keine Sicherheits- und Gesundheitsgefährdungen für die...

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Sicherheitsbeauftragter - Was ist das eigentlich?

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Personal Sicherheitsbeauftragter

Von Günter Stein,

Die Frage: Unser Chef möchte einen Sicherheitsbeauftragten bestellen lassen. Er ist der Meinung, dass er hierzu gesetzlich verpflichtet sei. Nun ist die Personalabteilung am Zug und soll sich um die Angelegenheit kümmern. Können Sie uns weiterhelfen, was ein Sicherheitsbeauftragter genau ist und welche Aufgaben er hat?

Und was ist mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit? Ist das das Gleiche?

Was genau ein Sicherheitsbeauftragter ist

Die Antwort: Die gesetzliche Regelung zum Sicherheitsbeauftragten finden Sie in § 22 SGB VII. Beschäftigen Sie mehr als 20 Arbeitnehmer und haben Sie Ihren Sitz in Deutschland, muss Ihr Unternehmen tatsächlich einen Sicherheitsbeauftragten bestellen. Auch dabei haben Sie Ihren Betriebsrat zu beteiligen. Aber selbst wenn weniger Arbeitnehmer beschäftigt werden, haben Sie bei besonderen Gefahren für Leib und Gesundheit auf Anordnung des Unfallversicherungsträgers einen Sicherheitsbeauftragten zu bestellen. Dieser Beauftragte hat Ihren Arbeitgeber bei der Durchführung von Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten zu unterstützen. Insbesondere hat er sich über die Schutzeinrichtungen und die persönlichen Schutzausrüstungen zu informieren.

Was eine Fachkraft für Arbeitssicherheit ist

Nicht verwechseln dürfen Sie den Sicherheitsbeauftragten mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit nach § 5 AsiG. Ihr Arbeitgeber hat nämlich zusätzlich noch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit zu bestellen, wenn dies erforderlich ist. Auch diese Fachkräfte haben die Aufgabe, Ihren Arbeitgeber in Fragen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung und in allen Fragen der Arbeitssicherheit zu unterstützen. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit muss folgenden Anforderungen genügen: Der Sicherheitsingenieur muss berechtigt sein, die Berufsbezeichnung Ingenieur zu führen und über die sicherheitstechnische Fachkunde zu verfügen. Der Sicherheitstechniker oder Sicherheitsmeister muss ebenfalls über die zu Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben erforderliche sicherheitstechnische Fachkunde verfügen. Und dann gibt es noch die Betriebsärzte, die ebenfalls in Fragen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung mitwirken sollen. Sie müssen jedoch den ärztlichen Beruf ausüben dürfen und sollten über eine arbeitsmedizinische Fachkunde verfügen.

Also: Sicherheitsbeauftragte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte sind voneinander zu unterscheiden. Je nach Größe des Betriebs und mit welchen Stoffen und Produktionsmitteln Sie arbeiten, haben Sie hier die entsprechenden Personen zu bestellen.

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