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Arbeitsstätten sind so einzurichten, zu benutzen und instand zu halten, dass von ihnen keine Sicherheits- und Gesundheitsgefährdungen für die...

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Sorgen Sie für trittsichere Fußböden in der gesamten Arbeitsstätte

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Ausrutschgefahr
Urheber: Gino Santa Maria | Fotolia

Von Friedhelm Kring,

Stolpern, Rutschen oder Stürzen (SRS) – das geschieht oft im Betriebsalltag. Häufig kommen Mitarbeiter mit dem Schrecken davon, aber viele fallen mit Brüchen oder Verstauchungen auch lange aus. Trittsichere Böden sind daher ein Muss für jede Arbeitsstätte, um SRS-Unfällen vorzubeugen.

„Ein Fußboden ist trittsicher, wenn dessen Eigenschaften, z. B. Festigkeit, Belastbarkeit, Ebenheit, Rutschhemmung, ein sicheres Begehen ermöglichen.“ So definiert es die ASR A1.5/1,2. In Anhang 2 nennt diese Technische Regel spezifische Anforderungen an die Rutschhemmung von Fußböden je nach Tätigkeit und Raumnutzung, etwa beim Verpacken von Speisefetten oder für Nassschleifbereiche. Doch auch in allen Arbeitsräumen, die hier nicht explizit aufgeführt werden, müssen Sie für einen stets sicheren Tritt sorgen. Die im Folgenden aufgeführte Checkliste nennt Ihnen daher die wichtigsten Ansatzpunkte, die hier beachtet werden müssen.

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Kurzcheck: Sicherheit auf dem Betriebsgelände

  • Haben Sie die Notwendigkeit des Tragens von Sicherheitsschuhen in Ihrer Gefährdungsbeurteilung abgewogen und ggf. vorgeschrieben?
  • Stehen jedem Mitarbeiter rutschfeste Sicherheitsschuhe zur Verfügung?
  • Haben Sie geregelt und im Betrieb kommuniziert, wer – sofern der Verursacher unbekannt ist – sich um das Beseitigen von Schmutz, Nässe und falsch abgestellten Gegenständen kümmert?
  • Haben Sie Eingänge, die mit schmutzigen Schuhen betreten werden, mit Reinigungsmöglichkeiten ausgestattet, wie Gitterrosten, Schuhabstreifern usw.?
  • Gibt es einen Reinigungsplan für Ihre Gebäude und Verkehrswege?
  • Haben Sie in rutschgefährdeten Arbeitsbereichen geprüft, inwiefern rutschhemmende Bodenbeläge, trittelastische, ölbeständige und rutschfeste Arbeitsplatz-Matten oder selbstklebende Antirutschbeläge die Trittsicherheit erhöhen könnten, und diese Möglichkeiten genutzt?
  • Sind alle Arbeitsplatz-Matten wie auch Schmutzfangmatten so ausgeführt, dass sie nicht zur Stolperfalle werden?
  • Werden alle Bodenmatten ausgetauscht, wenn sie sich wölben, verbiegen, an den Rändern zerfransen o. Ä.?
  • Stehen in allen von Ölverschmutzungen gefährdeten Betriebsbereichen und überall, wo Flüssigkeiten ab- und umgefüllt werden, geeignete Bindemittel bereit?
  • Haben Sie Betriebsbereiche und Verkehrswege, die häufig mit in den Händen gehaltenen Lasten betreten werden müssen, mit Bewegungsmeldern ausgerüstet, um eine stets ausreichende Beleuchtung zu gewährleisten?
  • Haben Sie geprüft, ob sämtliche Bodenluken, Abläufe, Kanalschächte, Abstiege stolperfrei ausgeführt und stabil abgedeckt sind?
  • Sind Kanaldeckel, Gitterroste, Ablaufrinnen und andere Abdeckungen über Bodenöffnungen in ausreichendem Maß gegen ein Verrutschen gesichert?
  • Haben Sie geregelt, dass und auf welche Weise bei Instandhaltungsarbeiten zu öffnende Abdeckungen, Luken, Gruben usw. gegen ein Hineinstürzen gesichert werden, z. B. durch Absperrungen?
  • Haben Sie die bei nicht vermeidbaren Unebenheiten im Bodenprofil auftretende Stolpergefahr nach Möglichkeit durch Abflachen, Anschrägen oder Überbrücken entschärft?
  • Wird auf nicht vermeidbaren Stolperstellen, Bodenkanten, Schwellen usw. durch Warnschilder, farbige Bodenmarkierungen o. Ä. deutlich hingewiesen?
  • Werden bei unvermeidbar zu verlegenden Schläuchen, Kabeln etc. trittsichere Abdeckungen angebracht?
  • Ist mit den in Ihren Betriebsgebäuden tätigen Fremdfirmen vereinbart, dass diese nicht eigenmächtig Schläuche oder Kabel über Fußböden hinweg verlegen, sondern zuvor Maßnahmen zum Vermeiden von Stolpergefahren mit den Sicherheitsverantwortlichen bzw. Vorgesetzten vor Ort abklären?
  • Prüfen Sie, wenn Böden etwa für Malerarbeiten mit Folien oder Vliesstoffen abgedeckt werden, ob die ausgebrachten Untergründe für ein sicheres Arbeiten noch geeignet sind, z. B. hinsichtlich der Standfestigkeit einer Stehleiter?
  • Werden Beläge und Profile von Treppenkanten regelmäßig auf Trittsicherheit geprüft?
  • Werden rutschhemmende Pflegemittel genau nach den Angaben des Herstellers ausgebracht?
  • Gehen Sie Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen in Ihrem Betrieb nach, ermitteln Sie die Ursachen und überprüfen Sie Ihre präventiven Maßnahmen?
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