Gratis-Download

Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

Jetzt downloaden

Brandschutz: Wie Sie Ihre Küche vor Feuer schützen

0 Beurteilungen
Brandschutz

Von Wolfram von Gagern,

Wo hängt eigentlich Ihr Feuerlöscher? Wann haben Sie zuletzt eine Brandschutzübung durchgeführt? Und wie konsequent sind Sie, wenn es um das Einhalten des Rauchverbots geht?

Eine Unaufmerksamkeit genügt und selbst ein vermeintlich kleines Feuer kann verheerenden Schaden anrichten – mit Umsatzeinbruch, Betriebsschließung und Imageverlust. Investieren Sie in Schutzvorrichtungen und schärfen Sie das Gefahrenbewusstsein in Ihrer Küche – es lohnt sich. Beugen Sie gefährlichen Fett- und Ölbränden vor.

Fett, das über seinen Brennpunkt erhitzt wird und sich dann selbst entzündet, gehört zu den folgenschwersten Brandursachen in der Küche. Reinigen Sie die Fettfangfilter (Aerosolabscheider) in der Absauganlage mindestens alle 2 Wochen, platzieren Sie Fettbackgeräte nie in die Nähe von Wasserhähnen, Bain-Maries oder Kochkesseln und achten Sie darauf, dass keine Gegenstände in das Fett fallen können. Wichtig: Zur Löschung eines Fettbrandes (erste Hilfe: Topfdeckel drauf) sind Wasser und Schaumungeeignet, Löschdecken auch, weil sie durch heiße Fettdämpfe in Brand geraten können und mit hohen Verbrennungsrisiken verbunden sind.

Info: Besondere Feuerlöscher für die Brandklasse F Fettbrände gehören seit Januar 2005 zur neuen Brandklasse F, die Feuerlöscheinrichtungen mit nachgewiesener Eignung zum Löschen von Speiseöl- und Speisefettbränden nach DIN V 14406-5 erforderlich macht. Die Anzahl dieser speziellen Fettbrandlöscher richtet sich nach der Füllmenge aller Geräte: Für bis zu 50 Liter insgesamt ist mindestens ein Handfeuerlöscher notwendig, ab 100 Liter eine ortsfeste Einrichtung.

Wie Sie das Brand- und Schadenrisiko in Ihrer Küche minimieren

Vorbeugender Brandschutz beginnt beim Bauen, u. a. mit Brandschutztüren, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen sowie sicheren Fluchtwegen und Notausgängen. Hinzu kommen:

  • Löschgeräte: Feuerlöscher nach DIN EN 3 mit einer Löschmittel-Füllmenge von 6 kg (Zuordnung nach Löschobjekten in die Brandklassen A, B, C, D und F), Feuerlöschdecken als Kleinlöschgeräte zum Löschen von Entstehungsbränden sowie Wandhydranten. Wichtig: die regelmäßige, fachgerechte Wartung der Geräte.
  • Flucht- und Rettungswegpläne: Kennzeichnung der Wege und Notausgänge, Freihalten von Zugängen und Zufahrtswegen sowie Veröffentlichung einer Brandschutzordnung.
  • Mitarbeiterunterweisung, mindestens einmal pro Jahr (§ 12 Arbeitsschutzgesetz): Durchführung praktischer „Trockenübungen“, Ernennung eines Brandschutzbeauftragten (mit Stellvertreter), Unterweisung über richtiges Verhalten im Brandfall, bei der Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten und beim Einhalten des Rauchverbots.

Tipp: Investieren Sie in die Prüfung Ihrer Lösch- und Warneinrichtungen Ein qualifizierter Brandschutz-Fachbetrieb zahlt sich aus, lassen Sie sich umfassend beraten (www.bvbf-brandschutz.de). Falls Ihre Küche besonders hohe Brandrisiken birgt oder Sie eine Risikoanalyse benötigen, wenden Sie sich an den Brandsicherheitsdienst Ihrer Feuerwehr. Und: Passen Sie die Versicherungsbedingungen ggf. an, z. B. nach An- oder Umbauten.

Wichtig: Wer eine Feuerversicherung oder eine Versicherung abschließen will, um seinen Betrieb vor Unterbrechung zu schützen, muss mit strengeren Anforderungen an die betriebliche Sicherheit rechnen.

Arbeitssicherheit aktuell

Sichern Sie sich praxisrelevante Tipps, Anregungen und Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen mit leicht nachvollziehbaren Lösungsansätzen für Ihrer tägliche Arbeit als Sicherheitsbeauftragter oder Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Die wesentlichen Gesetze und Urteile klipp und klar erklärt

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Brandschutz, IT-Sicherheit und Werkschutz

Fälle aus der Praxis. Unterweisungsinhalte. Methodik & Didaktik

Risiken erkennen • Maßnahmen ergreifen • Rechtssicherheit schaffen

Praxisnahes Wissen zur Verbesserung Ihrer Unternehmenssicherheit und Unterstützung in Ihrer Tätigkeit als Verantwortlicher für Sicherheitsfragen!