Gratis-Download

Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

Jetzt downloaden

Gefährdungsbeurteilung: Passen Sie jetzt Ihre Beurteilungen an diese neuen Leitlinien an

0 Beurteilungen
Häkchen In Checkbox 2

Von Wolfram von Gagern,

Die folgenden Tipps erleichtern Ihnen die lückenlose Einhaltung der Prozessschritte für die Gefährdungsbeurteilung.

Dokumentieren Sie die Gefährdungsbeurteilung

Unternehmen mit 10 und mehr Beschäftigten sind laut Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet, die Schriftform einzuhalten, das heißt, die Gefährdungsbegutachtung systematisch zu dokumentieren. Das empfiehlt sich in jedem Fall auch unter 10 Beschäftigten. So können Sie im Falle eines Unfalls einen Nachweis erbringen, dass Sie die Gefahren gewissenhaft geprüft haben. Zum anderen gibt es spezielle Arbeitsschutzvorschriften, die unabhängig von der Beschäftigungszahl eine schriftliche Dokumentation verlangen. Diese sind z. B.:

  • Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung
  • Die Gefahrstoffverordnung
  • Die Biostoffverordnung
  • Die Betriebssicherheitsverordnung (z. B. wenn ein Explosionsschutzdokument auf Ihr Unternehmen zutrifft)

So gehen Sie in einem kleineren Unternehmen vor: Anforderungen der Dokumentation von Gefährdungsbeurteilung

In Betrieben mit bis zu 10 Mitarbeitern gelten diese als erfüllt, wenn

  1. eine Hilfe zur Gefährdungsbeurteilung nachweislich genutzt wurde, die entweder vom Unfallversicherungsträger (meist Berufsgenossenschaft) oder der entsprechenden Arbeitsschutzbehörde ausgehändigt wurde oder
  2. der Arbeitsschutzbeauftragte an der Regelbetreuung (siehe Berufsgenossenschaftliche Vorschrift A2) bzw. an einem alternativen Betreuungsmodell teilnimmt.

Bei der Regelbetreuung werden eine externe Sicherheitsfachkraft und ein externer Arbeitsmediziner beauftragt. Die Dienstleister werden bei Ihnen nach vorher festgelegten Einsatzzeiten tätig, die sich am Gefährdungspotenzial und an der Mitarbeiterzahl Ihres Unternehmens orientieren.

Ein alternatives Betreuungsmodell wird von Ihren Versicherungsträgern direkt unter der Bezeichnung „Unternehmermodell“ angeboten. Im Rahmen dieses Modells erhält Ihr Unternehmen die Infos aus einer Hand und Sie wenden die Instrumente und Arbeitshilfen direkt in Ihrem Unternehmen an. Viele Unternehmen, die sich für dieses alternative Modell entschieden haben, sagen, dass es zeitsparend ist.

Schritt 1 zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilung: Legen Sie Arbeitsbereiche und Tätigkeiten fest

Beziehen Sie alle Arbeitsbereiche und Tätigkeiten der Instandhaltungsabteilung in Ihre Gefährdungsbeurteilung ein. Achten Sie auf Sonderfälle: Wenn Mitarbeiter unter das Jugendarbeitsschutzgesetz oder die MutterschutzrichtlinienVerordnungen fallen, müssen Sie diese Verordnungen in Ihre Arbeits- und Tätigkeitsbereiche einbeziehen.

Schritt 2 zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilung: Ermitteln Sie alle Gefahren

Denken Sie an alle Gefahren, die innerhalb und außerhalb des normalen Betriebsalltags auftreten können. Gefahrenquellen können beispielsweise sein: Wartungsarbeiten, Reparaturen, Stromausfälle, Reinigungen, kurzfristige Baustellen etc.

Schritt 3 zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilung: Beurteilen Sie alle Gefahren

Nachdem Sie nun eine Übersicht über alle Gefährdungen in Ihrer Abteilung haben, müssen Sie diese beurteilen. Vergleichen Sie dabei die festgelegten Grenzen aus anderen Verordnungen (z. B. Lärmschutzverordnungen) mit Ihren Ist-Werten und leiten Sie den Grad der Gefährdungen ab.

Schritt 4 zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilung: Beschreiben Sie die erforderlichen Maßnahmen

Hier hilft Ihnen § 4 ArbSchG. Der Paragraf regelt das Maßnahmenprinzip. So stehen technische Maßnahmen an erster Stelle und die organisatorischen Maßnahmen an 2. Stelle. Zuletzt schließen sich die personenbezogenen Maßnahmen an. Deshalb ist auch die Rede vom so genannten TOP-Prinzip.

Schritt 5 zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilung: Führen Sie die neuen Maßnahmen durch

Beginnen Sie mit den technischen Maßnahmen und fahren Sie dann mit den organisatorischen fort. Abschließend setzten Sie die personellen Maßnahmen um.

Schritt 6 zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilung: Überprüfen Sie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

Halten Sie die konkreten Ergebnisse fest und dokumentieren Sie diese.

Schritt 7 zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilung: Führen Sie die Gefährdungsbeurteilung immer weiter fort

Achten Sie insbesondere darauf, wenn neue Arbeitsplätze entstehen, neue Räume zur Verfügung stehen oder gar neue Arbeitsverfahren eingeführt werden.

Mit diesen Maßnahmen bleiben Ihnen auf der einen Seite Bußgelder von bis zu 25.000 € erspart. Auf der anderen haben Sie einen wesentlichen Beitrag für die Sicherheit Ihrer Mitarbeiter geleistet.

Arbeitssicherheit aktuell

Sichern Sie sich praxisrelevante Tipps, Anregungen und Hinweise auf aktuelle Urteile und Gesetzesänderungen mit leicht nachvollziehbaren Lösungsansätzen für Ihrer tägliche Arbeit als Sicherheitsbeauftragter oder Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Datenschutz

Anzeige

Produktempfehlungen

Die wesentlichen Gesetze und Urteile klipp und klar erklärt

erkennen.vorbeugen.handeln: Gesunde Arbeit für zufriedene Mitarbeiter

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Brandschutz, IT-Sicherheit und Werkschutz

Fälle aus der Praxis. Unterweisungsinhalte. Methodik & Didaktik

Risiken erkennen • Maßnahmen ergreifen • Rechtssicherheit schaffen

Praxisnahes Wissen zur Verbesserung Ihrer Unternehmenssicherheit und Unterstützung in Ihrer Tätigkeit als Verantwortlicher für Sicherheitsfragen!