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Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

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Musterbetriebsanweisung für die Gefahrstoff-Klasse A

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Je nach Gruppenzugehörigkeit müssen Sie also unterschiedliche Betriebsanweisungen anfertigen, die obendrein noch durch spezielle Anweisungen je nach Stoff ergänzt werden müssen.

Als Beispiel nehmen wir uns einmal die Gefahrstoffe der Klasse A - also die leicht- und hochentzündlichen Gefahrstoffe - vor und füllen unsere Blanko-Betriebsanweisung Schritt für Schritt aus.

Kopf: Hier tragen Sie ein, welche Abteilung oder welchen Betriebsteil diese Betriebsanweisung betrifft und welche Tätigkeit beziehungsweise Maßnahme in der Anweisung geregelt wird.

In unserem Beispiel ist das die Hausverwaltung, und es wird die Maßnahme „Beseitigung von verschütteten Gefahrstoffen“ erläutert.

Gefahrstoffbezeichnung: Hier wird genau beschrieben, um welchen Gefahrstoff es sich handelt. In unserem Beispiel könnte dies brandgefährliche oder entfettende Verdünnung sein.

Gefahren für Mensch und Umwelt: Hier geht es um die konkreten Gefahren, also dass diese Stoffe mit Luft leicht explosionsfähige Gasgemische bilden können, sich diese Gasgemische, weil sie schwerer als Luft sind, hauptsächlich in Bodennähe sammeln, sich entfettend auf die Haut auswirken und wassergefährdend sind.

Verbotsschilder
Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln: Hier werden konkrete Hinweise gegeben, wie man sich bei der Aufnahme und Entsorgung schützen und verhalten soll. In unserem Fall sind alle Zündquellen wie offenes Feuer und Rauchen fernzuhalten. Das zeigen auch die Piktogramme:

Piktogramm: Schutzhandschuhe

Als Schutzmaßnahme sind die bereitgestellten Schutzhandschuhe zu tragen, um einer Entfettung der Haut vorzubeugen. Das zeigt auch dieses Piktogramm:

Auch sollten Sie immer eine Notrufnummer angeben, falls Ihr Mitarbeiter kompetente Hilfe benötigt, weil er beispielsweise die Situation nicht in den Griff bekommt, da die ausgetretene Menge zu groß ist.

Verhalten im Gefahrfall: Hier geben Sie konkrete Gegenmaßnahmen vor. In unserem Fall ist zunächst für ausreichende Belüftung zu sorgen und das verschüttete Gut mit dem bereitgestellten Bindegranulat aufzunehmen.

Sollte es zur Entzündung gekommen sein, soll auch ein Löschversuch unternommen werden. Auch ist eine Notrufnummer dann wichtig, wenn die Situation sich durch Ihre Mitarbeiter nicht beherrschen lässt.

Erste Hilfe: Geben Sie hier immer möglichst konkrete Handlungsanweisungen, was ein Ersthelfer bei den verschiedenen Einwirkungen des Gefahrstoffs auf Menschen unternehmen kann. In unserem Beispiel wären das folgende Maßnahmen:

  • Nach dem Einatmen der Dämpfe für Frischluftzufuhr sorgen und bei anhaltendem Unwohlsein einen Arzt hinzuziehen!
  • Bei Augenkontakt sofort mit der Augendusche ausspülen und immer den Augenarzt aufsuchen!
  • Bei Hautkontakt die kontaminierten Stellen sofort mit Wasser und Seife reinigen sowie gegebenenfalls ein Hautpflegemittel verwenden!
  • Benetzte Kleidung sofort auszuziehen!

Auch hier helfen entsprechende Piktogramme, schnell einen Überblick über die anzuwendenden Maßnahmen zu bekommen.

Piktogramm: Erste Hilfe Sachgerechte Entsorgung: Hier legen Sie fest, wie die Entsorgung auszusehen hat. In diesem Fall werden das benutzte Granulat sowie andere kontaminierte Lösungsmittelreste in einem speziellen Container entsorgt und anschließend einem speziell darauf eingerichteten Entsorgungsunternehmen übergeben.

Im Einzelfall kann es notwendig sein, auch hier noch Konkretisierungen anzubringen, die Sie aus den Sicherheitsdatenblättern des jeweiligen Gefahrstoffs entnehmen können.

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