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Überstunden, Arbeit am Samstag oder am Sonntag, Freizeitausgleich ja oder nein?

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Überstunden, Arbeitszeit

Von Wolfram von Gagern,

Sehen Sie auf einen Blick, wie viel Sie täglich arbeiten müssen und wann Sie und Ihre Kollegen auf Ausgleich pochen können.

Sie kennen diese Fragen. Hier eine aktuelle Praxis-Übersicht für Sie. So sehen Sie auf einen Blick, wie viel Sie täglich arbeiten müssen und wann Sie und Ihre Kollegen auf Ausgleich pochen können.

Grundsätzlich nicht mehr als 8 Stunden

Die tägliche Arbeitszeit beträgt grundsätzlich 8 Stunden. In Ausnahmefällen dürfen es auch mal 10 Stunden sein. Innerhalb eines halben Jahres oder 24 Wochen dürfen durchschnittlich aber trotzdem nur 8 Stunden werktäglich gearbeitet werden.

Das heißt für Sie:

Achten Sie bei vorübergehenden Arbeitszeiterhöhungen gleich darauf, dass dieser Durchschnitt eingehalten wird. Sie haben hier ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Abs. 1 Nr. 3 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG).

Das sind Ihre Pausen- und Ruhezeiten

Natürlich können Sie die 8 oder 10 Stunden nicht durcharbeiten. Aber:

  • Ab einer Arbeitszeit von 6 Stunden haben Sie das Recht zu einer Pause von 30 Minuten,
  • ab einer Arbeitszeit von 9 Stunden zu 45 Minuten.

Wichtig: Bei der Pausenregelung in Ihrem Betrieb können Sie mitbestimmen, § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG. Sie können etwa festlegen, dass mittags 45 Minuten frei sind oder 3-mal täglich 15 Minuten. Nach der Arbeit müssen Sie eine Ruhezeit von mindestens 11 ununterbrochenen Stunden haben.

Arbeit an Sonn- und Feiertagen

Sonn- und Feiertagsbeschäftigung ist grundsätzlich verboten, allerdings oft unvermeidlich, § 9 Abs. 1 Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Denken Sie nur an Krankenhäuser und Gaststätten, § 10 ArbZG. Selbst hier müssen aber mindestens 15 Sonntage im Jahr beschäftigungsfrei bleiben!

Tipp: Machen Sie Ihre Kollegen darauf aufmerksam, dass Arbeitnehmer, die am Sonntag arbeiten, an einem Werktag innerhalb von 2 Wochen frei bekommen müssen! Und Arbeitnehmer, die an einem Feiertag arbeiten, der auf einen Werktag fällt (etwa Pfingstmontag), müssen an einem Werktag innerhalb von 8 Wochen frei bekommen (§ 11 ArbZG).

Nicht jeder Arbeitnehmer ist davon betroffen

Beachten Sie aber auch, dass das ArbZG nicht auf alle Mitarbeiter in Ihrem Betrieb Anwendung findet. Vom Anwendungsbereich ausgenommen sind etwa

  • leitende Angestellte im Sinne von § 5 Abs. 3 BetrVG,
  • Leiter von öffentlichen Dienststellen, die Entscheidungsbefugnis in Personalangelegenheiten haben,
  • Arbeitnehmer in liturgischen Bereichen der Kirche und Religionsgemeinschaften
  • oder Beschäftigte, die in häuslicher Gemeinschaft mit ihnen anvertrauten Personen leben und diese pflegen oder erziehen.
  • Für Personen unter 18 gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz.
  • Für Arbeitnehmer auf Kauffahrteischiffen gilt das Seemannsgesetz. Bei diesen Personenkreisen müssen Sie in Arbeitszeitfragen demnach die jeweiligen Einzelgesetze beachten.

 

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