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Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

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Unfälle im Büro: Entschärfen Sie die größten Gefahrenquellen

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Arbeitssicherheit

Von Wolfram von Gagern,

Das Büro – eine unfallfreie Zone? Leider nicht, denn die Statistik entlarvt diese weit verbreitete Ansicht als Vorurteil.

20.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle in Bürobetrieben (ohne Wegeunfälle) verzeichnete der Verband der Unfallkassen im Jahr 2005, die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, deren Versicherte auch überwiegend „Schreibtischtäter“ sind, gar 10-mal so viele.

Kontrollieren Sie darum durch gelegentliche Arbeitsplatzbegehungen, wo bei Ihren Schreibtischen und Aktenschränken versteckte Unfallquellen lauern, und erinnern Sie Ihre Büro- Kollegen bei den Sicherheitsunterweisungen regelmäßig daran, wie sie selbst Unfälle vermeiden helfen.

Achten Sie besonders auf folgende Punkte:

Unfälle im Büro: Verkehrs- und Rettungswege

? Schubladen und Türen von Schreibtischen und Schränken nicht offen stehen lassen.

? Stühle und Schreibtische sind kein Leiterersatz. Sorgen Sie dafür, dass ggf. geeignete Leitern und Tritte zur Verfügung stehen.

? Keine schweren Gegenstände auf Büroschränke legen – wenn sie herabfallen, können sie jemanden verletzen.

? Computer-, Telefon- oder Verlängerungskabel nicht quer über die Gänge verlegen, um Stolperstellen zu vermeiden. Wenn es nicht anders geht: durch Kabelbrücken oder -matten sichern.

? Fußmatten und Bodenbeläge mit hoch stehenden Rändern entfernen bzw. in Ordnung bringen, um Stolperfallen zu beseitigen.

? Verkehrs- und Fluchtwege nicht – auch nicht kurzfristig – als Abstelloder Lagerflächen zweckentfremden.

? Fluchttüren immer freihalten.

Unfälle im Büro: Elektrogeräte

? Nur Geräte einsetzen, die ein GS-, VDE- oder gleichwertiges Prüfsiegel tragen. Sie sind durch eine unabhängige Prüfstelle geprüft – im Gegensatz zu Produkten, die nur das CE-Zeichen tragen.

? Alle elektrischen Betriebsmittel regelmäßig prüfen lassen (für ortsfeste elektrische Anlagen alle 4 Jahre durch eine Elektrofachkraft, ortsveränderliche Geräte, einschließlich Verlängerungs- und Anschlussleitungen mit Stecker/Steckdose, alle 2 Jahre durch eine Elektrofachkraft oder elektrotechnisch unterwiesene Person).

? Mangelhafte elektrische Betriebsmittel und Anlagen niemals weiter benutzen. Wem eines auffällt, soll es Ihnen als Sicherheitsfachkraft oder einer Elektrofachkraft melden.

? Stellen Sie sicher, dass für alle Elektrogeräte Bedienungsanleitungen vor handen sind und von den Benutzern beachtet werden.

? Veranlassen Sie, dass private Geräte grundsätzlich beim Vorgesetzten anzumelden sind. Mitgebrachte Kaffeemaschinen, Radios und Heizlüfter könnten defekt sein oder die elektrische Anlage überlasten. Der Chef sollte – ggf. unter Hinzuziehung einer Elektrofachkraft – entscheiden, ob das Gerät am Arbeitsplatz erlaubt ist.

? Vorsicht bei Verwendung von nicht fest verlegten Mehrfachsteckdosen oder Verlängerungskabeln: Dabei dürfen die zulässigen Nennbelastungen nicht überschritten werden (Kennzeichnung am Gerät und Verlängerungskabel beachten!).

? Vor dem Feierabend alle elektrischen Geräte, die nicht mehr gebraucht werden, abschalten.

? Bei Störungen sofort Strom abschalten und den Stecker ziehen.

? Nicht selbst an defekten Geräten oder Steckern herumbasteln: Elektrische Betriebsmittel dürfen nur vom Fachmann (Elektrofachkraft) repariert werden.

Unfälle im Büro: Gefährliche Abfälle

? Scharfkantige und spitze Gegenstände (wie Stecknadeln, Klingen, Scherben) nicht im Papierkorb entsorgen. Solche Gegenstände für das Reinigungspersonal gut sichtbar mit einem kurzen schriftlichen Hinweis ablegen.

? Keine Asche in den Papierkorb entleeren.

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