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Insbesondere das Thema „Gefährdungsbeurteilung von Arbeitsmitteln gemäß der BetrSichV“ sorgt für Fragen und Verunsicherung. Hier finden Sie alle...

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Erste Hilfe: Auch in Unternehmen ein Thema!

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Die gesetzlichen Vorgaben sind klar: In jedem Betrieb müssen ausgebildeten Ersthelfer und Ersthelferinnen anwesend sein. Es ist also sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen regelmäßige Fort- und Weiterbildungen zum Thema Erste Hilfe besuchen müssen. Ausgerichtet werden diese Ausbildungen von zugelassenen Stellen.

Alles genau geregelt

Unterschieden wird immer zwischen der Ausbildung, die am Anfang steht, und den Fortbildungen, die im Anschluss in regelmäßigen Abständen absolviert werden müssen. Festgelegt ist außerdem, wie viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ausgebildete Ersthelfer/-innen sein müssen. Und zwar sind das bei Betrieben mit einer Mitarbeiterzahl von 2 bis 20 eine Person, darüber entsprechend mehr Personen.

Ausnahmen bestehen beispielsweise bei medizinischem qualifiziertem Personal: Diese Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können als Ersthelfer/innen eingesetzt werden, ohne dass sie eine entsprechende Grundausbildung in Erste Hilfe absolviert haben. Die Liste derjenigen, die unter diese Ausnahme fallen, ist lang: Von Rettungssanitätern über Hebammen bis hin zu Masseuren und medizinischem Badepersonal reichen die Berufe. Allerdings müssen diese Personen regelmäßig berufliche Weiterbildungen mit medizinischen Inhalten besuchen, damit sie auf dem neuesten Stand bleiben - nur dann dürfen sie als betriebliche Ersthelfer/-innen eingesetzt werden, ohne Erste-Hilfe-Kurse zusätzlich besuchen zu müssen. Festgelegt ist das alles in der DGUV Regel 100-001.

Neben der personellen Ausstattung: Erste-Hilfe-Koffer

Der Ersthelfer alleine kann natürlich nicht viel ausrichten, wenn das entsprechende Material nicht vorhanden ist. Was an Ausrüstung in welchem Betrieb vorhanden sein muss, beispielsweise an Verbandsmaterial und dergleichen, ist ebenfalls gesetzlich festgelegt. Die grundsätzlichen Anforderungen an die Erste Hilfe in Betrieben und die Ausrüstung im Speziellen ergeben sich aus der Unfallverhütungsvorschrift BGV A1 beziehungsweise für Länder und Gemeinden GUV VA1. Ergänzend dazu legt die Richtlinie BGR A1 fest, bei welcher Betriebsgröße welche Ausrüstung genau vorhanden ist, wie viele Erste-Hilfe-Kästen welcher Größe benötigt werden und was darin sein sollte. Letzteres wiederum ist ebenfalls festgelegt, und zwar unterliegen die großen Verbandskästen der DIN 13169 und die kleinen Kästen der DIN 13157. Koffer nach DIN 13155 ist dagegen über die Mindestanforderung hinaus ausgestattet und bietet einige praktische Extras. Für seine Mitarbeiter sollte man daher auf jeden Fall einen Erste-Hilfe-Kasten erwerben. Selbstverständlich kann auch der leere Koffer gekauft und selbständig ausgestattet werden.

Weitere Vorschriften betreffen das Vorhandensein von Tragen und anderem Rettungsgerät: Auch das ist abhängig von der Art und Größe des Betriebs. Bei besonders weitläufigen Anlagen müssen beispielsweise Krankentragen an den wichtigsten, leicht erreichbaren Stellen vorhanden sein. Sind die örtlichen und maschinellen Gegebenheiten so, dass eine Trage nicht eingesetzt werden kann, müssen entsprechende Ersatzvorrichtungen wie Rettungstücher, Schleifkorbtragen oder anderes Gerät vorhanden sein.

Da jede Branche ganz eigene Anforderungen hat, obliegt die Pflicht zur korrekten Ausrüstung und Bereitstellung der benötigten Materialien stets dem Unternehmer. Die Einrichtung von Sanitätsräumen, Ruheräumen und dergleichen fällt auch darunter. Übrigens dürfen die Materialien, die normalerweise im Koffer sind, auch in einem Verbandskasten, einem Kit oder eine Schrank verwahrt werden - abhängig von den Anforderungen der jeweiligen Betriebe. Vorhanden sein muss auf jeden Fall ein Handbuch, in dem jede Anwendung aus dem Kit, Koffer oder Schrank und Namen notiert wird. Eine Anleitung zur Durchführung von Erste-Hilfe-Maßnahmen gehört auch dazu.

Spezielle Kits und Koffer für jede Branche

Natürlich geschehen in einer Kindertagesstätte andere Arten von Betriebsunfällen als in einer Teppichmusterfabrik oder einer Baustelle. Die Kits und Koffer müssen also unterschiedlich ausgestattet sein. Darauf nehmen die meisten Hersteller Rücksicht und bieten Erste-Hilfe-Ausrüstungen an, die speziell auf die Bedürfnisse der Branche zugeschnitten sind. Die branchenspezifischen Ausstattungen ergänzen die normale Ausrüstung und umfassen solche Dinge wie Kühlspray, Replantatbeutel und Beatmungsmasken.

Korrekte Reaktion in Notsituationen

Wie genau im Notfall reagiert werden muss, hängt in erster Linie von der Art des Notfalls ab. Sind Personen ohnmächtig oder droht eine Ohnmacht, müssen sie in eine stabile Lage gebracht werden. Wunderstversorgung, Sicherung von Gefahrenstellen und Neutralisierung von Chemikalien gehören ebenfalls dazu. Was jeder Ersthelfer und jede Ersthelferin können muss, ist die Tätigung eines korrekten Notrufs. Mit dem Wählen der richtigen Nummer und einem gestammelten Hinweis auf einen Notfall ist es nicht getan. Wichtig sind die "fünf W": Wo ist was passiert, wieviele Menschen sind beteiligt, wann ist es passiert und wie?

Prävention ist besser als schnelle Hilfe

Betriebsunfälle und gesundheitsschädliches Verhalten im Betrieb müssen nicht sein. Wer sich an die Sicherheitsvorschriften hält, Schutzkleidung für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bereithält, der tut schon viel, um Unfälle zu vermeiden. Aber auch die Erhaltung der Gesundheit sollte im Betrieb nicht zu kurz kommen. Regelmäßige Pausen, gesunde Mahlzeiten, ausreichend Getränke (unbedingt alkoholfrei) und ergonomische Möbel tragen ebenfalls zur Gesundheit der M Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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