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Unabhängig von der Branche, den Tätigkeiten und der Anzahl der Mitarbeiter ist jedes Unternehmen verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen.

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Bürobeleuchtung: Gefährdungsbeurteilung nach TROS IOS

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Von Martin Weyde,

Die dunkle Jahreszeit kann sich auf das menschliche Wohlbefinden auswirken. Wenn morgens bei Arbeitsbeginn künstliche Beleuchtung erforderlich ist, und nachmittags noch vor Feierabend schon wieder, schleicht sich leicht das Gefühl ein, nur nachts über Freizeit zu verfügen. Dunkelheit kann seelische Probleme bereiten.

 

Mit möglichen körperlichen Auswirkungen befasst sich einerseits die ASR A3.4 „Beleuchtung“. Darin steht, dass Tageslicht künstlichem Licht vorzuziehen ist. Schlechte Beleuchtung kann sich nicht nur auf die Konzentration, sondern auch auf die Atmung, die Verdauung, die Hormone und das Nervensystem auswirken.
Andererseits gibt es seit Ende letzten Jahres auch Technische Regeln zur Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (TROS Inkohärente Optische Strahlung) – kurz TROS IOS, und auch dort geht es um künstliches Licht am Arbeitsplatz.
Direkt einwirkende optische Strahlung kann vor allem Augen und Haut gefährlich werden. Dagegen kann indirekte zum Beispiel Brände verursachen oder mit chemischen Stoffen zusammenwirken. Für Expositionen optischer Strahlung aus künstlichen Quellen schreibt die Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV) eine Gefährdungsbeurteilung vor.
Zur optischen Strahlung gehören die UV-Strahlung, das sichtbare Licht und die Infrarotstrahlung, wobei vor allem UV- und Infrarotstrahlung gefährlich sein können, es aber nicht in jedem Fall sind. Und diese erzeugt zwar hauptsächlich die Sonne, aber sie sind auch in künstlichem Licht enthalten.
Viele Leuchtmittel geben UV-Strahlung ab, sie entsteht aber auch bei diversen industriellen Prozessen. Durch die hohen Temperaturen bei der Glas- und Stahlproduktion wird starke Infrarotstrahlung erzeugt, aber auch thermische Infrarotstrahler sind sehr beliebt und entsprechend verbreitet. Und beim Schweißen entsteht sowohl UV- als auch Infrarotstrahlung.

 

Die Gefährdungsbeurteilung soll vor allem ergeben,

  • ob die Mitarbeiter inkohärenter optischer Strahlung ausgesetzt sind
  • und ob dabei die Grenzwerte eingehalten oder überschritten werden.

Die TROS IOS unterscheidet zwischen

  1. Strahlungsquellen, bei denen keinesfalls damit zu rechnen ist, dass die Grenzwerte überschritten werden,
  2. Strahlungsquellen, bei denen auf jeden Fall damit zu rechnen ist
  3. und solchen, bei denen dies möglich ist.

Für die erste Kategorie nimmt die TROS IOS an, dass bei fachgemäßer Installation und bestimmungsgemäßer Verwendung die Gefährdung durch die Strahlung nur gering ist und die Grenzwerte, die in der TROS IOS festgelegt sind, eingehalten werden.
In diese erste Kategorie fallen zum Beispiel

  • die Allgemeinbeleuchtung in Gebäuden, etwa in Bürogebäuden und Industriehallen, sowie auf Freiflächen und Verkehrswegen,
  • optische Signalanzeigen wie Statusanzeigen und Zeichendarstellungen
  • sowie die Bildschirme von Computern, Handys und Messgeräten.

Für so geringe Gefährdungen sieht die TROS IOS ein vereinfachtes Verfahren vor: Es genügt ein Eintrag in der Dokumentation, dass keine Gefährdung nach OStrV vorliegt. Weitere Maßnahmen sind nicht erforderlich. Allerdings muss auch diese Dokumentation mindestens 30 Jahre lang aufbewahrt werden.

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