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Unabhängig von der Branche, den Tätigkeiten und der Anzahl der Mitarbeiter ist jedes Unternehmen verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen.

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Gefährdungsbeurteilung: Manuelle Arbeitsprozesse

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Von Martin Weyde,

Erkrankungen der Muskeln und des Skeletts zählen zu den häufigsten Gründen für Arbeitsausfälle. Verursacht werden diese vor allem durch anhaltende oder wiederkehrende dynamische Belastungen der Finger, Hände und Arme bei manuellen Arbeitsprozessen.

 

Es ist wichtig, dass Sie als SiFa solche Gefährdungen für Ihre Kollegen vorhersehen und ihnen vorbeugen können. Dafür empfiehlt Ihnen die BAuA die Leitmerkmalmethode (LMM) „Manuelle Arbeitsprozesse“, deren revidierte Fassung Ende 2012 erschienen ist.
Die LMM hilft Ihnen dabei, die Arbeitsprozesse in Ihrem Betrieb mit einem Punktesystem zu bewerten und zu erkennen, ob und wo für Sie Handlungsbedarf besteht. Aus den Punkten ergeben sich diese Belastungsbereiche:

  • gering – bis zu 10 Punkten ist eine Gefährdung unwahrscheinlich,
  • mittel – von 10 bis 25 Punkten können vermindert belastbare Kollegen gefährdet sein,
  • erhöht – von 25 bis 50 Punkten können normal belastbare Kollegen gefährdet sein,
  • hoch – über 50 Punkten ist eine Gefährdung wahrscheinlich.

 

 

Grundlage der LMM ist ein 2-seitiges Formblatt, für das Sie zunächst die Arbeitsaufgabe festlegen, für die Sie „Gefährdungspunkte“ vergeben wollen:
1. Im ersten Schritt gewichten Sie die Zeit, die die Arbeitsaufgabe pro Schicht einnimmt.
2. Im zweiten Schritt bewerten Sie die verschiedenen Tätigkeiten und Beanspruchungen, die sich aus der Arbeitsaufgabe ergeben:

  • Kräfte, die auf Finger und Hände wirken
  • Dauer des Haltens und Häufigkeit einer Bewegung
  • Kraftübertragung und Greifbedingungen
  • Stellung und Bewegungen der Hände und Arme
  • Wechsel der Belastungen durch andere Tätigkeiten, Arbeitsgänge oder Pausen
  • Einflüsse wie Blendung, Zugluft, Kälte, Nässe oder Lärm
  • Körperhaltung, z. B. sitzend, stehend, gehend, gebückt, vorgeneigt, verdreht oder fixiert

3. Im dritten Schritt ermitteln Sie das Ergebnis aus 2. und multiplizieren es mit dem Zeitgewicht aus 1.
Die BAuA weist darauf hin, dass hohe Punktwerte auf kritische Situationen hinweisen, bei denen die Möglichkeit von Beschwerden hoch ist. Beziehen Sie auch die Einschätzung der betroffenen Kollegen ein, und kümmern Sie sich als Erstes um die Maßnahmen gegen Gefährdungen mit hohen Werten.
Es gibt die LMM als 10-seitige Kurz- und als 22-seitige Langfassung, die sich von der kurzen Version unter anderem durch zahlreiche Abbildungen unterscheidet. Auch die Kurzfassung enthält zu allen Bereichen des Formblatts ausführliche Anmerkungen und Empfehlungen. Für besonders Interessierte steht auch der 203-seitige Forschungsbericht zur LMM als PDF zur Verfügung.
Für Ihre Gefährdungsbeurteilung körperlicher Belastungen durch „Heben und Tragen“ sowie durch „Ziehen und Schieben“ hat die BAuA separate LMM vorgelegt.

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