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Unabhängig von der Branche, den Tätigkeiten und der Anzahl der Mitarbeiter ist jedes Unternehmen verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen.

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Kann ich für eine Gefährdungsbeurteilung verantwortlich gemacht werden?

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Qualität
Urheber: Robert Kneschke | Fotolia

Von Mikko Börkircher,

Leserfrage: Ich bin Qualitätsmanagementbeauftragte und werde – mit meiner Zustimmung – in 2 Monaten zur Beauftragten für Arbeitssicherheit berufen. Grundsätzlich übernehme ich diese Aufgabe auch gerne. Nun meint aber mein Vorgesetzter, dass ich für die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung verantwortlich wäre und er sich nicht mehr darum kümmern müsse. Stimmt das denn so?

Dr.-Ing. Börkircher: Nein, das stimmt so nicht. Sie sind für die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung nicht verantwortlich. Sie können auch als Beauftragte für Arbeitssicherheit nicht dafür verantwortlich gemacht werden.

In der DGUV-Regel 100-001 „Grundsätze der Prävention“ werden unter Punkt 4.2.2 für Sicherheitsbeauftragte folgende Erläuterungen gegeben: „Sicherheitsbeauftragte üben ihre Aufgabe im Betrieb nicht hauptamtlich, sondern ehrenamtlich neben ihrer eigentlichen Aufgabe aus. Entgegen den anderen Beauftragten im Betrieb [...] haben Sicherheitsbeauftragte keine Verantwortung für die ihnen übertragenen Aufgaben hinsichtlich dieser Funktion. Sie unterstützen die im Betrieb für den Arbeitsschutz verantwortlichen Personen nach dem Motto: „Vier Augen sehen mehr als zwei‘“.

Die Gefährdungsbeurteilung gehört in den Verantwortungsbereich des Unternehmers und seiner Führungskräfte. Als QMB gehören Sie für mich nicht in den Kreis der Führungskräfte. Zusatzinformationen: Zwar kann der Unternehmer nach § 13 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) mit der Umsetzung geeignete Personen beauftragen, aber er muss überwachen, dass diese Personen auch tatsächlich den vom ArbSchG vorgegebenen Pflichten nachkommen; der Arbeitgeber hat also letztendlich auch eine Organisationsverantwortung.

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Zu Ihren zukünftigen Aufgaben als Sicherheitsbeauftragte gehört nach § 22 Sozialgesetzbuch (SGB) VII u. a.:


  • Kollegen auf Arbeits- und Gesundheitsgefahren aufmerksam zu machen

  • sich vom Vorhandensein und der technischen Funktionsfähigkeit von Schutzeinrichtungen zu überzeugen
  • auf die Nutzung der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) durch Kollegen in vorgesehener Art und Weise zu achten
  • an Betriebsbegehungen und Unfallermittlungen im Zuständigkeitsbereich teilzunehmen

  • mit dem Betriebsarzt und der Fachkraft für Arbeitssicherheit zusammenzuarbeiten - bei Unfallermittlungen mitzuhelfen
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