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Unabhängig von der Branche, den Tätigkeiten und der Anzahl der Mitarbeiter ist jedes Unternehmen verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen.

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Photovoltaik: Diese Gefahren drohen

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Von Martin Weyde,

Wer Photovoltaikanlagen montiert, instandhält oder wartet, der lebt riskant, denn er muss gleich mehrere Gefährdungen im Auge behalten: Er arbeitet nicht nur in großer Höhe, sondern auch mit elektrischen Anlagen. Damit drohen Unfallgefahren sowohl durch Absturz als auch durch Strom.

 

Die größten Risiken bestehen für die Mitarbeiter, die eine Photovoltaikanlage montieren und an die Elektroanlage anschließen. Sowohl Montage als auch Elektroinstallation können nur Fachleute vornehmen.
1. Für die Elektroinstallation ist spezielles Werkzeug erforderlich, über das nicht jeder verfügt. Wer hier unfachmännisch improvisiert, der kann sogar Brände verursachen.

2.
Die Photovoltaikmodule stehen unter Spannung, wenn Licht darauf fällt. Dann besteht die Gefahr eines Stromschlags. Selbst wenn dieser selbst ungefährlich ist, besteht die Gefahr zu erschrecken und dadurch abzustürzen.
3. Auf Flachdächern ist die Absturzgefahr in den Bereichen besonders groß, die weniger als 2 Meter von der Absturzkante entfernt sind. Auf geneigten Dächern rutscht man besonders leicht weg, wenn sie stärker als 20 Grad geneigt sind.
4. Viele Unfälle passieren dadurch, dass Dächer oder Lichtkuppen nicht tragfähig genug sind. Mitarbeiter können sich sowohl beim Durchbrechen verletzen als auch abstürzen.

5.
Leitern sollten nur eingesetzt werden, wenn keine andere Möglichkeit besteht, auf das Dach zu gelangen. Wenn es keine Ausstiegsluken vom Treppenhaus aus gibt, sind Hubbühnen die bessere Lösung.

 

6. Den besten Schutz gegen Absturz bieten Gerüste. Diese sind spätestens ab 2 Metern Höhe erforderlich, bei besonderer Gefährdung auch darunter. Gerüste müssen vom Gerüstbauer freigegeben werden.
7. Auch Flachdächer müssen ab einer Höhe von 2 Metern entweder über ein Gerüst oder mindestens 2 Meter von der Absturzkante entfernt über Absperrungen verfügen.

8.
Wenn keine Gerüste eingesetzt werden können, dann ist PSA gegen Absturz erforderlich. Wenn Dächer nicht durchbruchsicher sind, dann dürfen sie ohne Sicherheitsgeschirr nicht betreten werden.
9. Um das Sicherheitsgeschirr anzuschlagen, müssen die Anschlagpunkte ausreichend tragfähig sein. Deshalb sind zum Beispiel Dachrinnen, Montagegestelle, Gerüstbauteile oder Geländer nicht dafür geeignet.
Wenn Sie eine Photovoltaikanlage installieren lassen, dann sollte schon das Angebot Informationen zu den vorgesehenen Sicherungen gegen Absturz – also Gerüsten und Geländern – enthalten, und wie diese in Ihrem besonderen Fall realisiert werden können.
Gemäß Anhang II der Gefahrstoffverordnung und TRGS 519 ist übrigens die Montage von Photovoltaikanlagen auf Asbestzementdächern untersagt.

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