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Unabhängig von der Branche, den Tätigkeiten und der Anzahl der Mitarbeiter ist jedes Unternehmen verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen.

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Statistik beweist: Instandhaltung ist überproportional gefährlich

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Instandhaltung Gefahr

Von Günter Stein,

Dass die Instandhaltung eine gefährliche Beschäftigung ist, wissen Sie. Untermauert wird dies jetzt durch die Daten, die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz im Factsheet „Bedeutung der Instandhaltung für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit aus statistischer Sicht“ zusammengetragen hat und die ich Ihnen im Folgenden in Auszügen darstellen möchte.

Dass die Instandhaltung eine gefährliche Beschäftigung ist, wissen Sie. Untermauert wird dies jetzt durch die Daten, die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz im Factsheet „Bedeutung der Instandhaltung für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit aus statistischer Sicht“ zusammengetragen hat und die ich Ihnen im Folgenden in Auszügen darstellen möchte. Nach Daten aus Frankreich und Spanien führen etwa 6 % der Erwerbstätigen Instandhaltungsarbeiten durch. Instandhaltungskräfte sind meist Männer (ca. 90 % in Frankreich und 65 % in Spanien) und gehören größtenteils der Altersgruppe 30-49 Jahre an. Keine andere Aufgabe wird in der Industrie so häufig fremd vergeben wie die Instandhaltung.

Vielfältige Gefahren bei der Instandhaltung

Aufgrund ihrer vielfältigen Tätigkeiten sind Arbeitnehmer, die Instandhaltungsarbeiten durchführen, bei ihrer Arbeit einer Vielzahl unterschiedlicher Gefährdungen ausgesetzt. Neben physikalischen Gefährdungen (Lärm, Vibrationen, große Hitze und Kälte, Strahlung, hohe körperliche Belastung) und chemischen Gefährdungen (Arbeiten mit Asbest, Schweißen, Belastung durch Gefahrstoffe bei der Arbeit in beengten Räumen) sind dies biologische Gefährdungen (Legionellen, Leptospiren) und psychosoziale Gefährdungen (unzulängliche Arbeitsorganisation). Hinzu kommen Unfallrisiken aller Art.

Überproportionale Gefährdung gegenüber den übrigen Erwerbstätigen

Die Erhebung zu den Arbeitsbedingungen in Spanien kommt zu dem Ergebnis, dass Instandhaltungskräfte in höherem Maße als die übrigen Erwerbstätigen Lärm, Vibrationen und unterschiedlichen Arten von Strahlung ausgesetzt sind. Auch zeigen sie eine höhere Belastung durch Hitze im Sommer (44 % gegenüber 19 % bei anderen Berufen), Kälte im Winter (44 % gegenüber 17 %) und hohe Luftfeuchtigkeit (25 % gegenüber 13 %). Des Weiteren sind sie häufiger Gefahrstoffen, Gasen und Dämpfen ausgesetzt.

10 bis 20 % der Unfälle und 10 bis 15 % der Todesfälle bei Instandhaltungsarbeiten

Ca. 20 % aller Unfälle standen in Belgien (im Zeitraum 2005-2006) im Zusammenhang mit Instandhaltungsarbeiten. In Finnland waren es rund 18-19 %, in Spanien 14-17 % und in Italien 10-14 % (im Zeitraum 2003-2006). Die Zahlen aus mehreren europäischen Ländern machen zudem deutlich, dass sich im Jahr 2006 etwa 10-15 % aller Unfälle mit Todesfolge bei Instandhaltungsarbeiten ereigneten. Auch Berufskrankheiten und berufsbedingte gesundheitliche Probleme (wie Asbestose, Krebs, Schwerhörigkeit und Muskel- und Skeletterkrankungen) treten häufiger bei den Arbeitnehmern auf, die Instandhaltungsarbeiten durchführen.

Sie können das zweiseitige Factsheet kostenlos über folgenden Link als PDF-Datei herunterladen: osha.europa.eu/de/publications/factsheets/de_90.pdf

Insgesamt machen diese Zahlen deutlich, dass Sie vor allem im Bereich Instandhaltung das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz keinesfalls vernachlässigen dürfen. Denn Ihren in der Instandhaltung tätigen Mitarbeitern drohen überproportional hohe Unfallrisiken. Weisen Sie in Ihre Sicherheitsfachkraft in Ihrem eigenen Interesse noch einmal auf diesen Umstand hin.

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