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Unabhängig von der Branche, den Tätigkeiten und der Anzahl der Mitarbeiter ist jedes Unternehmen verpflichtet, Gefährdungsbeurteilungen durchzuführen.

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Worauf Sie bei der Prüfung jeder Gefährdungsbeurteilung achten sollten

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Checkliste Gefährdungsbeurteilung
Urheber: Andrey Popov | Fotolia

Von Gabriele Jansen,

Bereits seit dem 25.10.2013 muss jeder Betrieb über eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung verfügen. Bis dahin brauchten gemäß dem Arbeitsschutzgesetz lediglich Betriebe mit mehr als 10 Beschäftigten über Unterlagen zu verfügen, aus denen das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die festgelegten Schutzmaßnahmen und das Resultat deren Überprüfung ersichtlich sind. Viele Betriebe verfügen über eine solche Dokumentation. Aber erfüllt sie auch wirklich die Anforderungen?

Die gute Nachricht zuerst: Bei gleichartiger Gefährdungssituation brauchen Sie nur eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. So können Sie für Betriebsbereiche wie die Produktion oder das Labor nur eine Gefährdungsbeurteilung anlegen. Zudem besteht die Möglichkeit, einzelne Tätigkeiten, wie beispielsweise das Abfüllen eines Gefahrstoffs, zu betrachten. Sie können auch vorhandene Dokumente zu einer Gefährdungsbeurteilung zusammenfassen. Bei der Prüfung Ihrer Dokumentation sollten Sie jedoch darauf achten, dass alle in der nachstehenden Checkliste aufgeführten Fragen mit „Ja“ beantwortet werden. Bei einem „Nein“ müssen Sie entsprechend nachbessern.

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Checkliste: Gefährdungsbeurteilung

  • Ist klar ersichtlich, ob sich die Beurteilung auf eine Tätigkeit oder einen Arbeitsbereich bezieht?
  • Wurde die Beurteilung von fachkundigen Personen wie beispielsweise der Fachkraft für Arbeitssicherheit oder dem Betriebsarzt durchgeführt?
  • Ist erkennbar, wer an der Gefährdungsbeurteilung beteiligt wurde?
  • Wurden alle Aspekte erfasst, die zu Unfällen oder Gesundheitsschäden führen können?
  • Wurde die Beurteilung bei Änderungen der Tätigkeit, der verwendeten Arbeitsstoffe, Anlagen, Verfahren oder Arbeitsmitteln überprüft und überarbeitet? 
  • Wurden auch nicht alltägliche Betriebszustände berücksichtigt, wie Störungen, Wartung oder Reinigungsarbeiten?
  • Wurden von den Gefährdungen ausgehend Schutzziele bestimmt?
  • Wurden Termine und Zuständigkeiten für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen festgelegt?
  • Ist die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung nachvollziehbar und gut strukturiert?
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