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Gefahrgut 2013: Änderungen im Luftverkehr

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Von Martin Weyde,

Zum 1. Januar 2013 ändern sich etliche Vorschriften zum Gefahrguttransport. Während für die Änderungen im ADR und RID jedoch eine Übergangsfrist von 6 Monaten gilt, müssen Sie die Änderungen im Luftverkehr sofort umsetzen. Eine Übergangsfrist gibt es nicht.

 

Im Teil 4 der IATA-DGR (Identifizierung) wurde die Sonderbestimmung A69 erweitert: Bis Ende 2012 gelten für „Quecksilber in hergestellten Gegenständen“ (UN 3506) die Grenzen von 100 Milligramm je Gegenstand und 1 Gramm je Versandstück. Ab 2013 wird hier differenziert: Für Thermometer, Schalter und Relais wird eine Grenze von 15 und für Lampen von 30 Gramm je Gegenstand eingeführt, und die Grenze je Versandstück entfällt.
Im Teil 7 (Markierung und Kennzeichnung) wird der Unterabschnitt 7.1.5.5 (Kennzeichnung Größe) in zwei Absätze unterteilt. Der Absatz 7.1.5.5.1 regelt die Größe des „UN“ und der folgenden vierstelligen Zahl. Der neue Absatz 7.1.5.5.2 gibt als Empfehlung eine Höhe der Buchstaben von 6 Millimetern vor, wenn die Verpackung maximal 30 Liter bzw. Kilogramm fasst. Bei größeren Verpackungen werden 12 Millimeter empfohlen. Von diesen Vorgaben ausgenommen sind Verpackungen bis maximal 5 Litern bzw. Kilogramm. Hier muss die Größe „angemessen“ sein.
Nach Abschnitt 7.4.2 dürfen Sie als CAO-Kennzeichen künftig nur noch „CARGO AIRCRAFT ONLY“ verwenden – das Kennzeichen „DANGER“ ist nicht mehr zulässig.

 

Wenn Sie Feuerwerkskörper der UN 0336 und 0337 versenden, dann verpflichtet Sie Teil 8 in Absatz 8.1.6.11.5 (Versendererklärung, zusätzliche Abfertigungshinweise), auf dem Transportdokument die Klassifizierungsreferenz der zuständigen nationalen Behörde anzugeben.
Auch bei Lithiumbatterien tut sich etwas: Es gibt in den IATA-DGR sechs verschiedene Typen von Lithiumbatterien, für die als Verpackungsanweisungen die Packing Instructions (PI) 965 bis 970 gelten. Für UN 3090 Lithium-Metall-Batterien (PI 968) und UN 3480 Lithium-Ionen-Batterien (PI 965) werden die zulässigen Höchstgewichte in Kilogramm je Versandstück ab 2013 netto statt brutto gerechnet.
Die Gefahrgutvorschriften zum Lufttransport von Lithium-Batterien betreffen nicht nur die Luftfracht, sondern auch die Passagiere:

  • Ersatzbatterien dürfen nur im Handgepäck mitgeführt werden.
  • Sowohl für eingebaute als auch für Ersatzbatterien gilt bei Lithium-Metall- und Lithium-Legierungsbatterien eine Grenze von maximal 2 Gramm Lithium pro Batterie.
  • Die Nennenergie von Lithium-Ionen-Batterien darf 100 Wattstunden nicht überschreiten.

Wenn Ihre Fluggesellschaft es erlaubt, dann dürfen Lithium-Ionen-Batterien auch eine Nennenergie von mehr als 100 Wattstunden haben, aber für tragbare elektronische Gebrauchsgegenstände sind 160 Wattstunden die Obergrenze.

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