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Lithiumbatterien sind Gefahrgut: So gehen Sie damit um

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Von Martin Weyde,

Frage: Muss ich mir als SiFa darüber Gedanken machen, dass Lithiumbatterien als Gefahrgut behandelt werden?

 

Antwort: Da Lithiumbatterien Ihre Kollegen gefährden können, zum Beispiel durch Überhitzung und Brandgefahr durch Selbstentzündung, müssen Sie sie in Ihrer Gefährdungsbeurteilung gemäß ArbSchG und BetrSichV berücksichtigen.
Lithiumbatterien haben eine höhere Energiedichte und sind sowohl anfälliger für Kurzschlüsse als auch empfindlicher als herkömmliche Batterien gegenüber Transporteinflüssen wie Stößen und Vibration. Deshalb kann es ernste Folgen haben, wenn Ihre Kollegen nicht richtig damit umgehen.
Wie der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft mitteilt, kann es passieren, dass Lithiumbatterien durch falsche Handhabung

  • mechanisch beschädigt oder thermisch belastet werden, was zu innerem Kurzschluss führen kann,
  • oder überladen werden, wenn sich die Temperatur durch exotherme Vorgänge stark erhöht.

Es gibt Lithiumbatterien mit

  • geringer Leistung (Gewicht unter 1 kg), z. B. Knopfzellen für Kameras, Uhren oder Computer,
  • mittlerer Leistung (Gewicht über 1 kg, Batteriespannung unter 60 V), z. B. für Fahrräder mit Hilfsantrieb, andere Kleinfahrzeuge oder Gartengeräte,
  • und hoher Leistung (Batteriespannung ab 60 V), z. B. für Elektrofahrzeuge und Großgeräte.

 

 

Grundsätzlich empfiehlt der GDV, folgende Sicherheitsregeln zu beachten:

  • Halten Sie sich an die Vorgaben der Hersteller und Sicherheitsdatenblätter.
  • Vermeiden Sie äußere Kurzschlüsse der Batterien, indem Sie die Pole durch Kappen schützen.
  • Schützen Sie die Batterien dagegen, dass sie beschädigt werden.
  • Entsorgen Sie beschädigte Batterien fachgerecht, selbst bei geringsten Schäden.
  • Setzen Sie Lithiumbatterien keinen hohen Temperaturen aus, etwa durch Sonneneinstrahlung.
  • Lagern Sie Lithiumbatterien auf einem separaten Lagerplatz.
  • Sorgen Sie um den Lagerplatz für 2,5 m Freiraum oder lagern Sie die Batterien in einem separaten Raum oder im Sicherheitsschrank.
  • Führen Sie für Ihre Kollegen entsprechende Schulungen durch.
  • Halten Sie den Sicherheitsdatenblättern entsprechende Löschgeräte bereit und unterweisen Sie Ihre Kollegen in der Bedienung.

Wenn Sie Lithiumbatterien transportieren, dann sollten Sie grundsätzlich nur solche Batterien auf die Reise schicken, die gemäß UN 38.3 geprüft sind. Das „UN Manual of Tests and Criteria, Part III, subsection 38.3“ sieht folgende Prüfungen vor: Höhensimulation, thermische Prüfung, Schwingung, Schlag, äußerer Kurzschluss, Aufprall, Überladung und erzwungene Entladung.
Auf Ihrem Flug in den Urlaub dürfen Sie zwar Kameras, Uhren und Computer mitnehmen, die Lithiumbatterien enthalten, Ersatzbatterien aber in der Regel nur im Handgepäck oder am Körper.

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