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Das verlangt die CLP-Verordnung zum Online-Handel mit Gefahrstoffen

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Gefahrstoffe
Urheber: industrieblick | Fotolia

Von Friedhelm Kring,

Ihr Unternehmen vertreibt Produkte, die gefährliche Stoffe oder Gemische beinhalten? Dann müssen Sie bereits bei Ihren Werbeaktivitäten im Internet bestimmte Vorgaben und Besonderheiten beachten.

Gefahrstoffe sind laut der gleichnamigen Verordnung alle Stoffe und Gemische (Produkte), die eines oder mehrere der sogenannten „Gefährlichkeitsmerkmale“ aufweisen. Dazu gehören die Eigenschaften explosionsgefährlich, brandfördernd, hochentzündlich, leichtentzündlich, entzündlich, sehr giftig, giftig, gesundheitsschädlich, ätzend, reizend, sensibilisierend, krebserzeugend, fortpflanzungsgefährdend, erbgutverändernd und umweltgefährlich. Damit gelten auch viele Alltagsprodukte, die an private Verbraucher abgegeben werden, wie Klebstoffe, Druckertoner, Farben oder Reinigungsmittel als Gefahrstoffe.

Kein Gefahrstoffkauf ohne Ansicht der Gefährlichkeitsmerkmale

Laut Artikel 48 der CLP-Verordnung muss jegliche Werbung für einen als gefährlich eingestuften Stoff unter Angabe der betreffenden Gefahrenklassen oder Gefahrenkategorien erfolgen. Alle zur Kennzeichnung auf dem Etikett angegebenen Gefahreneigenschaften müssen für einen potenziellen Käufer klar ersichtlich sein.

Dies gilt auch für den Online-Handel und bedeutet: Sie müssen Ihre Webseiten bzw. Ihren Online-Shop technisch so gestalten, dass die Gefahreneigenschaften zwingend angezeigt werden, bevor ein Käufer ein Produkt ordert. Das betrifft die Gefahrenpiktogramme, die Signalwörter, die Gefahren- und die Sicherheitshinweise. Sie müssen laut den CLP-Vorgaben ausschließen, dass ein privater Endverbraucher einen Kaufvertrag abschließen und ein Produkt bestellen kann, ohne dass er zuvor die Gefahrenkennzeichnung angesehen hat. Es genügt nicht, dass das Produkt selbst ordnungsgemäß gekennzeichnet ist und Sie davon ausgehen, dass der Käufer spätestens beim Auspacken der Lieferung alle Gefahrenhinweise auf dem Etikett vor sich hat.

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Überprüfen Sie Ihren Internetauftritt diesbezüglich und machen Sie am besten einen Testkauf. Wenn es Ihnen gelingt, ein eigenes gefahrstoffhaltiges Produkt zu ordern, ohne dass Ihnen zuvor die Gefahrenkennzeichnung auf dem Bildschirm angezeigt wird, sollten Sie den Internetauftritt oder Webshop Ihres Unternehmens unbedingt auf den neuesten Stand bringen.

Andernfalls drohen Ihnen ganz andere Gefahren, nämlich z. B. eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung oder ein Bußgeldbescheid.

Tipp: Stellen Sie die Sicherheitsdatenblätter der von Ihnen vertriebenen und als gefährlich eingestuften Produkte ebenfalls online und verlinken Sie die Produktseiten mit d

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