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Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

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Ex-Schutz: TRGS 725 und TRGS 727 veröffentlicht

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Urheber: Zerbor | Fotolia

Von Martin Weyde,

Um Explosionsgefährdungen geht es in § 11 der Gefahrstoffverordnung. Danach sind Sie verpflichtet, explosionsgefährliche Stoffe und Zündquellen zu vermeiden und schädliche Auswirkungen auf die Sicherheit und Gesundheit zu verringern. Konkretisiert wird die GefStoffV durch die Technischen Regeln für Gefahrstoffe. Zwei neue TRGS zum Ex-Schutz sind Ende April im Gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlicht worden.

Für Gefahrstoffe gilt das STOP-Prinzip: Gemäß § 7 GefStoffV gehört es zu den Grundpflichten des Arbeitgebers, gefährliche Stoffe nach Möglichkeit durch weniger gefährliche zu ersetzen (Substitution).

Danach sind technische Schutzmaßnahmen an der Gefahrenquelle und organisatorische Maßnahmen wie Betriebsanweisungen und Unterweisung der Mitarbeiter an der Reihe. Erst wenn auch diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kommen individuelle Schutzmaßnahmen wie PSA zum Zug.

Welche Maßnahmen Sie konkret ergreifen können, finden Sie in den Technischen Regeln für Gefahrstoffe. Zum Ex-Schutz sind kürzlich zwei neue TRGS erschienen.

In der TRGS 725 zu „Gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre“ geht es um „Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen im Rahmen von Explosionsschutzmaßnahmen“. MSR-Technik spielt im Ex-Schutz eine wichtige Rolle. So dienen zum Beispiel Lüftungsanlagen dazu, gefährliche explosionsfähige Atmosphäre zu vermeiden. Aber auch Temperaturen oder Füllstände werden mit MSR-Technik kontrolliert.

Die TRGS 725 weist darauf hin, mit MSR-Einrichtungen lasse sich die Wahrscheinlichkeit gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre verringern. MSR-Technik kann die Gefährdungen durch gefährliche explosionsfähige Gemische und Zündquellen reduzieren und die Auswirkungen einer Explosion auf ein unbedenkliches Maß beschränken.

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Die TRGS 725 gilt für mechanische, pneumatische, hydraulische, elektrische, elektronische und programmierbare elektronische MSR-Einrichtungen. Sie konkretisiert die Anforderungen an MSR-Einrichtungen als Teil der in TRGS 722 sowie TRBS 2152 Teil 3 und Teil 4 genannten Maßnahmen. Mit der TRGS 727 können Sie Zündgefahren durch elektrostatische Aufladung in ex-geschützten Bereichen beurteilen und vermeiden sowie die nötigen Schutzmaßnahmen auswählen und durchführen. Dabei differenziert die TRGS zwischen elektrostatischer Aufladung von Gegenständen und Einrichtungen, beim Umgang mit Flüssigkeiten, Gasen und Schüttgütern sowie von Personen und PSA.

Die TRGS 727 ersetzt die TRBS 2153 und schreibt diese fort: 

  • Bei der pneumatischen Förderung von Schüttgütern wurden Zündquellen nicht sicher verhindert.
  • Die Regel wurde an den Stand der Technik angepasst, etwa bei Modellrechnungen, mit der die Zündgefahr von Schüttgütern beurteilt wird.
  • Neue Entwicklungen wurden berücksichtigt, etwa bei Biokraftstoffen und bei Schlauchtypen für den Flüssigkeitstransport.
  • Häufig missverstandene Passagen der Regel wurden präzisiert, klargestellt und konkretisiert.

Neu sind die Abschnitte zu Rohren und Schläuchen für Schüttgütern und zu Filterelementen in Staubabscheidern sowie Anhang B „Rohre und Schläuche für den pneumatischen Transport von Schüttgütern“.

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