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Gefahrstoffe bei der Metallbe- und -verarbeitung: So vermeiden Sie Hauterkrankungen

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Arbeitssicherheit Gefahrstoffe

Von Wolfram von Gagern,

Die meisten Fertigungsverfahren in Ihrem Industriezweig sind ohne Gefahrstoffe kaum denkbar. Zu Hauterkrankungen kommt es hier sehr häufig durch Kühlschmierstoffe (KSS), die die Haut entfetten und reizen.

Oft führt auch das Händewaschen mit aggressiven Reinigungsmitteln zu chronischen Hautleiden. Die Folgen:

  • Abnutzungsekzeme aufgrund der Dauereinwirkung von Stoffen mit geringerer hautschädigender Wirkung, z. B. KSS, in Verbindung mit hautschädigenden Inhaltsstoffen
  • allergisches Kontaktekzem vor allem durch Nickel, Chrom-Kobalt oder Chrom als Verunreinigung in KSS
  • Ölakne; vor allem bei nichtwasserlöslichen KSS
  • anlagenbedingte Ekzeme, die durch KSS verschlimmert werden

Die hauptsächlichen Gefahrenquellen sind hierbei die nicht wassermischbaren Arbeitsstoffe wie KSS, Laugen, Säuren usw., die nicht wassermischbaren Arbeitsstoffe wie Öle, Fette, Lösemittel. Aber auch stark haftende Verschmutzungen durch Altöl, Grafit, Teer, Bitumen, Klebstoffe sowie Mehrkomponentenharze wie Epoxidharze u. a.

Auch Hautverletzungen durch

- raue Oberflächen,

- scharfkantige Teile,

- Metallspäne und –splitter

zählen dazu.

Weitere Gefährdungsquellen sind ein möglicher Feuchtigkeitsstau und Hautaufweichung durch luftabschließende Kleidung wie Gummistiefel oder -handschuhe sowie UV-Strahlung durch nicht ausreichend geschützte Hautpartien beim Elektroschweißen.

Ergreifen Sie diese Schutzmaßnahmen

Achten Sie darauf, dass so oft wie möglich hautverträglichere Produkte verwendet oder geschlossene Systeme eingesetzt werden (z. B. Reinigungsanlagen oder automatisierte Beschickungssysteme), die den direkten Kontakt zu hautgefährdenden Stoffen verhindern. Prüfen Sie, ob als geeignete Maßnahmen die Trockenbearbeitung oder die Minimalmengen-Kühlschmierung in Betracht kommt.

TIPP: Im offenen Umgang können wässrige Neutralreiniger herkömmliche Reinigungs- und Entfettungsmittel ersetzen

Achtung: KSS sind pflegebedürftig – Sie müssen regelmäßig durch besonders geschulte Mitarbeiter geprüft (pH-Wert, Konzentration, Nitritgehalt und wahrnehmbare Veränderungen) und ggfs. erneuert werden. Vorteilhaft ist es, wenn schmutzabweisende Hautschutzcremes von den Arbeitnehmern genutzt werden. So reicht nämlich zum gründlichen Reinigen der Hände milde Seife aus. Achten Sie darauf, dass die Arbeitnehmer geeignete Handschuhe und darunter am besten Unterziehhandschuhe aus Baumwolle tragen; sie verhindern das Aufquellen der Hände durch Schweiß.

Achtung: Schutzhandschuhe nicht in der Nähe von rotierenden Teilen tragen, da sie erfasst und in die Maschine hineingezogen werden können!

TIPP: Für viele Reinigungsaufgaben im Metallbereich hat sich Ester als Ersatz für die schädlichen Kaltreiniger gut bewährt.

 

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