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Welche Gefahrstoffe die Haut schädigen und wie Sie vorsorgen

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Arbeitssicherheit Gefahrstoffe

Von Wolfram von Gagern,

Bei der Überwachung von Produktionsanlagen bleibt der Kontakt mit gefährlichen Stoffen nicht aus. Sorgen Sie deshalb mit einem Hautschutzplan dafür, dass Ihre Mitarbeiter die Hände sorgfältig und vor allem mit den richtigen Mitteln schützen.

Hauterkrankungen durch Gefahrstoffe treten häufig auf

Die Haut ist mit einer Fläche von ca. 2 Quadratmetern das größte Organ des menschlichen Körpers. Hauterkrankungen gehören deshalb auch zu den häufigsten Erkrankungen an Arbeitsplätzen innerhalb der industriellen Produktion. In über 90 % der Fälle zeigen sich Hauterkrankungen vor allem an den Händen. Hauterkrankungen im Produktionsbereich sind also vor allem Handerkrankungen. Ursache dafür ist in erster Linie der Kontakt mit Schadstoffen. Die Haut kann auf verschiedenen Wegen mit hautschädigenden Stoffen in Berührung kommen: durch direkten Kontakt einschließlich Spritzer oder durch indirekten beim Austreten von Gasen oder Dämpfen. Viele Erkrankungen ließen sich durch entsprechende Schutzmaßnahmen verhindern.

Diese Gefahrstoffe schädigen die Haut

Hautgefährdende Stoffe: Hautgefährdend sind Stoffe oder Zubereitungen, die nach dem Kontakt eine hautschädigende (z. B. ätzende) Wirkung haben. Batteriesäure zählt z. B. zu dieser Kategorie.

Hautresorptive Stoffe: Hautresorptiv sind Stoffe, die aufgrund ihrer physikalisch-chemischen Eigenschaften über die Haut aufgenommen werden können, z. B. Benzol im Kraftstoff.

Hautsensibilisierende Stoffe: Diese Stoffe lösen Allergien aus. Die bekannteste Allergie in diesem Bereich ist die Nickelallergie.

Sonstige Stoffe: Darüber hinaus kann Feuchtarbeit, aber auch mechanische Einwirkungen oder UV-Strahlung eine Schädigung der Haut bewirken.

So können sich Ihre Mitarbeiter vor Gefahrstoffen schützen

Die scheinbar einfachste Lösung, nämlich den Hautkontakt zu vermeiden, lässt sich im Produktionsbereich nicht umsetzen. Daher müssen Sie verstärkt darauf setzen, dass die Haut – und insbesondere die Hände – entsprechend geschützt werden. Zum einen erreichen Ihre Mitarbeiter das durch das Tragen von Schutzhandschuhen, zum anderen durch systematischen Hautschutz.

Systematischer Hautschutz besteht aus 3 Komponenten:

  • vorbeugender Hautschutz,
  • Hautreinigung und
  • regenerierende Hautpflege.

Hautschutz: Hautschutzmittel wirken wie ein Schutzfilm, der die schädigenden Arbeitsstoffe nicht in die Haut eindringen lässt. Hautschutzmittel werden nach Arbeitsstoffen und Tätigkeiten ausgewählt. Das richtige Hautschutzmittel finden Sie im Hautschutzplan. Weisen Sie Ihre Mitarbeiter an, das Hautschutzmittel mehrmals täglich vor der Arbeit und nach jeder Händereinigung aufzutragen. Hautschutz erleichtert die Hautreinigung, sodass auch bei starker Verschmutzung ein mildes Reinigungsmittel genügt.

Hautreinigung: Benutzen Sie zur Händereinigung möglichst milde Hautreinigungsprodukte ohne Reibe- und Lösemittel. Verzichten Sie auf den Einsatz von Lösemitteln. Dosieren Sie das Reinigungsmittel sparsam und lassen Sie es einwirken. Spülen Sie es mit klarem Wasser ab. Trocknen Sie die Hände mit Papierhandtüchern ab und nicht mit einem Heißtrockner.

Hautpflege: Hautpflegemittel unterstützen die Rückfettung und Regeneration der belasteten Haut. Sie sind wichtiger Bestandteil eines optimalen Hautschutzes.

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