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Leider kommt es nach wie vor insbesondere auf Baustellen zu teils schweren Arbeitsunfällen. Oft werden Vorschriften missachtet, weil etwa der...

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So kommen Sie Unfällen auf die Spur

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Von Martin Weyde,

Als SiFa möchten Sie Unfällen vorbeugen. Deshalb sehen Sie sich die Unfallanzeigen in Ihrem Betrieb an und versuchen, diese auszuwerten. Aber das ist nicht immer ganz einfach.

Dipl.-Ing. Thomas Bosselmann zeigt Ihnen im Praxishandbuch „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz im Betrieb“, wie Sie mit einer differenzierenden Unfallstatistik den Unfällen in Ihrem Betrieb auf die Spur kommen.
Für Kollegen, die durch einen Unfall mehr als 3 Tage ausfallen, bekommen die Unfallversicherer eine Unfallanzeige. In dieser stehen bereits viele Informationen zu dem betreffenden Kollegen und seinem Unfall. In betriebsinternen Unfallberichten können Sie zusätzliche Informationen festhalten, um sie zu analysieren und auszuwerten.
Allerdings stellt sich die Frage, welche davon besonders interessant sind. Wenn Sie sich mit dem Einzelfall beschäftigen, dann stehen andere Informationen im Vordergrund, als wenn Sie die Unfälle im Unternehmen in ihrer Gesamtheit betrachten wollen.
Bei der differenzierenden Unfallstatistik geht es um die Gesamtheit, und hier kommt es unter anderem auf diese Details an:
1. Wann hatte der Kollege den Unfall: Monat, Wochentag, Uhrzeit?
Im Laufe des Jahres ändern sich viele Umstände, die das Unfallgeschehen beeinflussen können – zum Beispiel die Ferien, Zeitarbeit, saisonale Geschäfte oder die Witterung. Auch die Wochentage wirken sich aus – so kann an Montagen oder Freitagen die Nähe zum Wochenende eine Rolle spielen. An Montagen ist die Unfallgefahr besonders groß. Ähnliches gilt für die Uhrzeit: Passierte der Unfall gleich nach einer Pause oder kurz vor Feierabend?
2. Hat der Kollege seine Arbeit gleich nach dem Unfall eingestellt?
Es kann unterschiedliche Gründe dafür geben, dass ein Kollege nach einem Unfall nicht sofort zum Arzt geht: Er hält die Verletzung für unerheblich, er hat gleich Feierabend, er hat Alkohol oder Drogen zu sich genommen.

 

3. Wie alt ist der Kollege?
Jugendliche und ältere Kollegen sind bei der Arbeit besonders gefährdet – die einen durch Unerfahrenheit, die anderen durch nachlassende körperliche Fähigkeiten. Auch die Arbeitsumgebung wirkt sich auf verschiedene Altersgruppen unterschiedlich aus, zum Beispiel durch Ablenkungen oder das Raumklima.
4. Was ist die Nationalität des Kollegen?
Untersuchungen zufolge haben ausländische Kollegen in der gewerblichen Industrie etwa doppelt so häufig Unfälle wie ihre deutschen Kollegen. Dabei können verschiedene Gründe eine Rolle spielen, zum Beispiel sprachliche Probleme, körperliche Statur oder unterschiedlicher Arbeitsrhythmus.
5. Trug der Kollege Persönliche Schutzausrüstung?
Ebenfalls ein weites Feld: Trug der Kollege PSA, wenn sie vorgeschrieben war? Wenn ja – trug er die richtige? Wenn nicht – was waren die Gründe dafür?

 

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