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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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Müssen Sie Unterweisungsnachweise aufheben?

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Arbeitssicherheit Unterweisung

Von Wolfram von Gagern,

Frage: In unserem Betrieb werden Sicherheitsunterweisungen in beträchtlichem Ausmaß durchgeführt. Entsprechend dick sind die Ordner mit den Unterweisungsnachweisen, die ich nun ausdünnen möchte. Darf ich das?

Frage: In unserem Betrieb werden Sicherheitsunterweisungen in beträchtlichem Ausmaß durchgeführt. Entsprechend dick sind die Ordner mit den Unterweisungsnachweisen, die ich nun ausdünnen möchte. Darf ich das?

Wie lange Sie Unterweisungsnachweise aufbewahren müssen

Antwort: Die Antwort ist gar nicht so einfach und fällt vor allem nicht einheitlich aus, denn der Gesetzgeber hat diesen Punkt etwas stiefmütterlich behandelt. Geregelt ist, dass Sicherheits- und Arbeitsschutzunterweisungen nach zahlreichen gesetzlichen Vorschriften Pflicht sind. Manchmal ist darüber hinaus sogar gefordert, dass ihre Durchführung von den Unterwiesenen per Unterschrift bestätigt werden muss (z. B. nach § 12 der Biostoffverordnung (BioStoffV)).

Vereinzelte Regelungen für Aufbewahrungsfristen

Aber Aufbewahrungsfristen für Unterweisungsnachweise sind nur in Ausnahmefällen festgelegt, etwa in § 36 der Röntgenverordnung und § 38 Strahlenschutzverordnung (StrlSchV). Aus § 38 StrlSchV lässt sich aber wiederum der folgende Schluss ziehen: Irgendwann dürfen Sie als SiFa auf alle Fälle ausdünnen, fragt sich nur, wann.

Berufsgenossenschaften empfehlen 2 Jahre

Die Berufsgenossenschaften machen hierzu eine Vorgabe in der Berufsgenossenschaftlichen Information „Unterweisung – Bestandteil des betrieblichen Arbeitsschutzes“ (BGI 527). Diese empfiehlt, Unterweisungsnachweise 2 Jahre aufzubewahren.

Tipp: 2 Jahre sind nicht so lang. Orientieren Sie sich an den Aufbewahrungsfristen für vorgeschriebene arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen – also mindestens bzw. am besten bis zum Ausscheiden des Beschäftigten (§ 15 Gefahrstoffverordnung) bzw. 5 Jahre nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (§ 13 Bio- StoffV). Das sichert auch Ihren Arbeitgeber besser ab, denn gerade Berufskrankheiten zeigen sich erst nach Jahren. Haben Sie die Aufzeichnungen schon vernichtet, können Sie nicht mehr darlegen, dass Sie bzw. Ihr Arbeitgeber alles richtig gemacht haben.

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