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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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So unterweisen Sie Ihre Kollegen zur Bildschirmarbeit

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Von Wolfram von Gagern,

Frage: Wir sitzen alle zuviel vor dem Bildschirm, und zu Unterbrechungen kommt es meistens nur durch Zufall. Deshalb möchte ich an den Computerarbeitsplätzen eine Unterweisung organisieren. Woran muss ich dabei alles denken?

 

Antwort: Für die Pausen gibt es keine absoluten Richtwerte, da sie von der Art der Tätigkeit am Bildschirm abhängen. Es steht allerdings fest, dass man sich durch mehrere kurze Pausen besser erholt als bei wenigen langen – bei insgesamt gleicher Länge. In der Praxis können Sie Ihre Kollegen ja ohnehin nicht persönlich zur Pause rufen, sondern nur ihren Blick für die Problematik schärfen.
In Ihrer Unterweisung zur Bildschirmarbeit geht es einerseits um die Einrichtung des Arbeitsplatzes und die Lichtverhältnisse insgesamt, und andererseits um die Aufstellung und Einstellung des Monitors und die Einrichtung der Software.
Stuhl und Tisch müssen so eingestellt sein, dass die Arme die Tastatur locker in einem Winkel von mindestens 90° erreichen können. Auch die Beine sollten einen 90°-Winkel bilden und die Füße dabei mit ganzer Fläche auf dem Boden stehen.

 

Was wir schon als Kinder zu hören bekamen, gilt auch hier: Setz Dich richtig hin! Die Sitzfläche des Stuhls muss möglichst ganz ausgenutzt werden. Es hilft dem Rücken, gelegentlich die Sitzhaltung zu ändern oder aufzustehen.
Tastatur, Monitor und Arbeitsfläche sollten sich im möglichst gleichen Abstand von mindestens 50 Zentimetern zu den Augen befinden, damit diese sich nicht ständig neu scharfstellen müssen.
Die Tastatur darf nicht zu dicht an der Tischkante stehen, damit die Hände aufliegen können. Die Maus sollte auf gleicher Höhe wie die Tastatur erreichbar sein.
Die oberste Zeile des Bildschirms sollte sich auf Augenhöhe befinden und die Schrift darf nicht zu klein eingestellt sein. Großbuchstaben sollten bei 50 cm Abstand zum Monitor mindestens 3 Millimeter hoch sein.
Die normale Blickrichtung sollte zwischen 5 und 35° nach unten geneigt sein.
Helligkeit und Kontrast des Monitors sollten an verschiedene Lichtverhältnisse je nach Tages- und Jahreszeit angepasst werden.
Der Bildschirm sollte möglichst im rechten Winkel zum Fenster aufgestellt sein, obwohl diese Forderung manchmal schwer zu erfüllen ist.
Schreibtischlampen sollten nicht als einzige Lichtquelle im Raum genutzt werden, weil die Helligkeitsunterschiede sonst zu groß sind.
Die Software, mit der Ihre Kollegen arbeiten, sollte einen einfarbigen Hintergrund ohne Muster und Bilder besitzen. Dunkle Schrift auf hellem Grund ist entspannter lesbar als umgekehrt. Darauf sollten Sie möglichst schon bei der Anschaffung bestehen!
Ihre Kollegen sollten Fenster immer im Vollbild öffnen, weil jeder unnötige Hintergrund die Lesbarkeit erschwert.
Manche Monitore sind ja sowieso schon mit Notizen vollgeklebt, aber diese sollte jedenfalls an keinem Bildschirm fehlen: Mach mal Pause!

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