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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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Unterweisung: Gesundheitsschutz für die neuen Azubis

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Unterweisung Auszubildende

Von Wolfram von Gagern,

Bald ist es wieder so weit: Die neuen Auszubildenden werden ihren „Dienst“ in Ihrem Betrieb aufnehmen. Als Sicherheitsfachkraft bedeutet dies für Sie eine besondere Herausforderung, denn die meisten Auszubildenden sind sich der Gefahren am Arbeitsplatz sicherlich nicht in dem Maße bewusst, wie das bei älteren Mitarbeitern der Fall ist.

Für viele Auszubildende gelten zudem besondere rechtliche Bestimmungen, sofern sie noch minderjährig sind: Das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) gilt für alle Jugendlichen unter 18 Jahren und enthält eine ganze Anzahl von Sonderregelungen. Einige der wichtigsten Sonderregelungen, die im Arbeitsschutzgesetz für Jugendliche zu beachten sind, möchte ich Ihnen im Folgenden aufzeigen. Es versteht sich in meinen Augen von selbst, dass Sie diese Regelungen am besten auch auf Ihre volljährigen Auszubildenden anwenden. Denn die Gesundheit Ihrer jungen, neuen Mitarbeiter ist das höchste Gut.

Regelmäßige Unterweisung – Verbot gefährlicher Arbeiten

Sie müssen die minderjährigen Azubis vor Beginn der Beschäftigung und danach in angemessenen Zeitabständen, mindestens aber halbjährlich unterweisen. Arbeiten, bei sie schädlichen Einwirkungen von Gefahrstoffen oder biologischen Arbeitsstoffen ausgesetzt sind, dürfen von Jugendlichen nicht erledigt werden. Das Beschäftigungsverbot mit Biostoffen der Risikogruppe 1 und 2 sowie Gefahrstoffen gilt jedoch nicht, soweit:

  1. der Umgang damit zur Erreichung des Ausbildungszieles erforderlich ist,
  2. der Schutz des Jugendlichen durch die Aufsicht eines Fachkundigen gewährleistet ist und
  3. der Arbeitsplatzgrenzwert bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen eingehalten wird.

Arbeitszeiten streng geregelt

Die maximale Wochenarbeitszeit von 40 Stunden mit höchstens 8 Stunden am Tag darf nicht überschritten werden. Nach Feierabend dürfen Sie Jugendliche erst nach Ablauf einer ununterbrochenen Freizeit von mindestens 12 Stunden wieder beschäftigen. Die Beschäftigung ist samstags, sonntags, am 24. und 31. Dezember nach 14 Uhr und an gesetzlichen Feiertagen nicht erlaubt. Nachtarbeit ist verboten. Ausnahmen gelten für bestimmte Branchen wie Backhandwerk, Gastronomie, in der Landwirtschaft und für mehrschichtige Betriebe. Minderjährige haben bei einer Arbeitszeit von 4,5 Stunden Anspruch auf Pausen von 30 Minuten. Bei mehr als 6 Stunden Arbeitszeit müssen Sie dem Azubi mindestens 60 Minuten Pause zugestehen. Der Verlag hat speziell zum Ausbildungsbeginn eine praktische Broschüre und CD-ROM zum Thema „Unfallverhütung im Betrieb” zusammengestellt. Näheres dazu erfahren Sie in der folgenden Werbeunterbrechung.

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