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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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Unterweisung: Sicheres Arbeiten für ältere Arbeitnehmer

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Arbeitssicherheit ältere Arbeitnehmer

Von Wolfram von Gagern,

Erfahrung, Sozialkompetenz, kommunikative Fähigkeiten und Zuverlässigkeit – das sind die positiven Eigenschaften, die ältere Arbeitnehmer auszeichnen. Auf der anderen Seite werden sie häufiger krank und können bestimmte Arbeiten nicht mehr so gut ausführen.

Unternehmen müssen sich darauf einstellen, auch für Arbeitnehmer jenseits der 50 gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Werbebranche hat die Generation 50+ längst entdeckt, die Arbeitswelt stellt sich erst allmählich darauf ein. Doch schon 2020 werden voraussichtlich 41 % aller Menschen im Erwerbsalter die 50 überschritten haben. Unternehmen können davon profitieren, denn gerade die sozialen Kompetenzen wachsen im Alter.

Die Belegschaften werden immer älter

Das hat auch die Gewes GmbH in Stadtilm erkannt. Im Unternehmen werden Gelenkwellen für Traktoren, Baumaschinen und Loks hergestellt – von einer Belegschaft, in der fast 40 % der Mitarbeiter ihren 50. Geburtstag schon vor einiger Zeit gefeiert haben. Das Durchschnittsalter im Unternehmen liegt heute bei 44,5 Jahren. Deshalb setzen sich die Thüringer langfristig mit den Perspektiven für die Kollegen auseinander und haben in Mitarbeitergesprächen zunächst ermittelt, welche Bedürfnisse die einzelnen Arbeitnehmer haben. Dabei wurde deutlich, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter bis zur Rente mit 65 bis 67 Jahren arbeiten will – häufig jedoch nicht unbedingt in der gegenwärtigen Position. Die Ingenieure der Führungsebene wünschen sich Aufgaben mit etwas weniger Verantwortung. Facharbeiter im Bereich der Produktion sehen ebenfalls Probleme, wenn sie die gegenwärtige Tätigkeit bis zum Eintritt des Rentenalters weiter ausüben sollen.

Kaum Furcht vor körperlicher Überlastung

Das vielleicht erstaunlichste Resultat: Nur in Einzelfällen fürchten sich die „Silver Ager“ vor einer körperlichen Überlastung. In den meisten Fällen sind es die wachsenden Anforderungen aus der Tätigkeit im Allgemeinen, die Unbehagen bereiten. Bei Gewes will man deshalb in den nächsten Jahren die Aufgabenteilung überdenken und den Zuschnitt der Arbeitsbereiche unter Umständen anpassen. Die Gestaltung der Arbeitsplätze soll besser auf die Bedürfnisse der älteren Mitarbeiter eingehen. Und es wurde deutlich, dass ältere Facharbeiter viel stärker als bisher an Qualifizierungen beteiligt werden müssen. Nur so können sie den sich wandelnden Arbeitsbedingungen gerecht werden und bei geeigneter Ausbildung in Vorarbeiterpositionen aufrücken.

Maßnahmen zur Unterstützung älterer Arbeitnehmer müssen nicht viel kosten

Fazit: Diese Maßnahmen müssen keine großen Geldbeträge verschlingen. Aber sie brauchen auf jeden Fall Zeit. Setzen Sie sich deshalb auch in Ihrem Unternehmen mit der Arbeitssituation älterer Mitarbeiter auseinander. Dazu sind Sie übrigens auch laut Betriebsverfassungsgesetz verpflichtet. Das fordert in § 74 Arbeitgeber und Betriebsrat auf, darauf zu achten, dass Personen nicht aufgrund ihres Alters benachteiligt werden.

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