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Die Durchführung von sicherheitstechnischen Unterweisungen wird in vielen Gesetzen, Verordnungen und Berufsgenossenschaftlichen Regelwerken gefordert...

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Unterweisung: Sicherheitsschuhe im Lager

5 1 Beurteilungen

Von Martin Weyde,

Frage: Worauf muss ich meine Kollegen im Lager bezüglich der Sicherheitsschuhe hinweisen?

 

Antwort: Ein häufiger Grund für Fußverletzungen im Lager sind Kollisionen mit Gabelstaplern oder Hubwagen. Und ein häufiger Grund für diese Kollisionen ist Unachtsamkeit durch Zeitdruck. Deshalb zieht das Argument nicht, dass die Kollegen „schon aufpassen" werden. Was schiefgehen kann, das geht auch irgendwann schief. Das sollten Sie in Ihrer Unterweisung herausstellen.
Wer seine Füße nicht schützt, der riskiert Quetschungen und Verletzungen der Bänder, Knochen oder Gelenke. Und Fußverletzungen sind aus naheliegenden Gründen meistens langwierig und ziehen entsprechende Ausfallzeiten nach sich. Deshalb müssen Sie Ihre Kollegen zu diesem Thema unterweisen, sobald sie ihre Schuhe bekommen, und ansonsten mindestens einmal jährlich.
Es gibt verschiedene Arten von Arbeitsschuhen:

  • Berufsschuhe haben keine Zehenkappe, aber mindestens einen schützenden Teil.
  • Schutzschuhe haben Zehenkappen für mittlere Belastungen.
  • Sicherheitsschuhe haben Zehenkappen für hohe Belastungen.

 

 

Wenn mit Flurförderzeugen gearbeitet wird, dann sind Sicherheitsschuhe Pflicht. Die Zehenkappe schützt den Fuß gegen Stöße und Einklemmen und eine rutschfeste Sohle verhindert Stürze. Auch verstärkte Hinterkappen, stabile Absätze, Durchtrittsicherheit und Polsterung beugen Verletzungen vor.
In Bereichen, in denen mit Fußverletzungen zu rechnen ist, gehören Sicherheitsschuhe zur Persönlichen Schutzausrüstung. Deshalb ist Ihr Unternehmen verpflichtet, dafür die Kosten zu tragen, wie andererseits Ihre Kollegen verpflichtet sind, die Schuhe zu tragen.
Die BGV A1 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ legt einerseits fest, dass Ihr Unternehmen die Mitarbeiter anhören muss, bevor die Persönliche Schutzausrüstung bereitgestellt wird. Andererseits müssen Ihre Kollegen die Persönliche Schutzausrüstung bestimmungsgemäß benutzen und regelmäßig auf ihren ordnungsgemäßen Zustand prüfen.
Außerdem sind sie verpflichtet, mit ihren Sicherheitsschuhen pfleglich umzugehen. Dazu gehören so banale Dinge, wie regelmäßig Schuhcreme zu verwenden und bei Nässe auch imprägnierende Pflegemittel einzusetzen. Nasse Sicherheitsschuhe müssen nach der Arbeit so gelagert werden, dass sie in Ruhe trocknen können, also nicht im Schnellverfahren auf der Heizung, weil darunter das Material leidet.
Wenn orthopädische Sicherheitsschuhe erforderlich sind, muss auch geklärt werden, wer für die zusätzlichen Kosten geradesteht. Dafür kommt zum Beispiel die Unfallversicherung, die Rentenversicherung oder das Arbeitsamt in Frage.

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