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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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Gesundheitswesen: Mit diesen Maßnahmen werden Brandrisikobereiche nicht zur Gefahr

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Rauchmelder
Urheber: rcfotostock | Fotolia

Von Peter Strohbach,

Ob niedergelassene Praxis oder stationäre Einrichtung, mögliche Brände sind eine ernstzunehmende Gefahr. Von einigen Räumen und Bereichen geht erfahrungsgemäß ein besonderes Brandrisiko aus. Diesen Risikobereichen gebührt daher eine größere Aufmerksamkeit. Lesen Sie im Folgenden, wo besondere Gefahren lauern und wie Sie sie minimieren.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung sind besondere Gefahrenbereiche zu identifizieren und Schutzmaßnahmen festzulegen. Besondere Brandrisikobereiche im Gesundheitswesen sind vor allem: Abfallentsorgung, Küche, technische Betriebsräume und Werkstätten sowie Dachböden.

Für diese Bereiche sind Schutzmaßnahmen zu implementieren, die in der Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden. Als Beauftragter sollten Sie hier besonders aufmerksam sein. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Risikominimierung, indem Sie auf die Umsetzung der Schutzmaßnahmen hinwirken.

Brandrisikobereich Abfallentsorgung

Von vielen Abfällen im Gesundheitswesen geht eine hohe Brandlast aus. Häufig handelt es sich um brennbare Abfälle, z. B. gebrauchte Chemikalien oder Abfälle wie Verbandsmaterialien, die mit brennbaren Flüssigkeiten getränkt sind. Ergreifen Sie bei der Lagerung der Abfälle Maßnahmen, um das Brandrisiko zu reduzieren. Folgende Schutzmaßnahmen sind in dem Zusammenhang sinnvoll:

  • Tägliche Beseitigung der Abfälle aus den Arbeitsbereichen
  • Brandsichere Lagerung bis zur Entsorgung
  • Sammlung von brennbaren Abfällen in Containern im Freien (mindestens 5 m vom Gebäude entfernt) oder in feuerbeständig abgetrennten Räumen
  • Keine Nutzung von Abfallbehältern als Aschenbecher

Brandrisikobereich Küche


In gewerblichen Küchen besteht eine erhöhte Brandgefahr durch den Einsatz verschiedener elektrischer Geräte, Lüftungsanlagen und vor allem durch das Kochen mit Fett. Achten Sie bereits bei der Einrichtung der Küche darauf, dass Dunstabzugshauben, Fettfilter und die Bestandteile der Lüftungsanlage aus nicht brennbarem Material bestehen. Mit diesen Maßnahmen erreichen Sie außerdem eine Reduzierung des Brandrisikos:

  • Regelmäßige Überprüfung der Geräte und Anlagen
  • Ausstattung mit Feuerlöschern der Klasse F zum Löschen von Fettbränden
  • Regelmäßige Reinigung der Abluftanlage

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Brandrisikobereich technische Betriebsräume und Werkstätten

Technische Betriebsräume sind beispielsweise Heiz- oder Aufstellräume für Heizungen. Geeignet sind nur Räume, die feuerfest und von anderen Räumen abgetrennt sind. Um ein erhöhtes Brandrisiko durch technische Mängel zu vermeiden, sind regelmäßige Wartungsintervalle einzuhalten und gegebenenfalls notwendige Instandsetzungsarbeiten durchzuführen. Nutzen Sie die Heizräume unter keinen Umständen zur Lagerung brennbarer Stoffe. Haben sich der Hausmeister oder die Haustechnik in Ihrer Einrichtung außerdem eine Werkstatt eingerichtet, sollten Sie prüfen, dass diese nicht als Lagerraum zweckentfremdet und mit geeigneten Handfeuerlöschern ausgestattet wird. Überzeugen Sie sich auch davon, dass in diesen Räumen ein geltendes Rauchverbot eingehalten wird.

Brandrisikobereich Dachböden

Speziell in stationären Pflegeeinrichtungen, in denen häufig Platzmangel herrscht, werden Dachböden zur Lagerung von Material oder auch als Archiv genutzt. Ausgemusterte Geräte und Gegenstände werden zur späteren Entsorgung zwischengelagert und dann oft vergessen. Achten Sie darauf, dass keine leichtentzündbaren Stoffe, wie z. B. Papier, Sperrmüll, Textilien etc., und keine brennbaren Flüssigkeiten und Gase unter dem Dach gelagert werden. Schlagen Sie der Leitung gegebenenfalls eine Entrümpelungsaktion vor. Binden Sie den Dachboden außerdem in Ihre Kontrollroutine mit ein.

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