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Rauchmelder retten Leben

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Von Martin Weyde,

Seit dem 10. Juli 2013 sind in Baden-Württemberg bei Neu- und Umbauten Rauchmelder vorgeschrieben. Darauf weist das „Forum Brandrauchprävention“ hin. Lediglich in Berlin, Brandenburg und Sachsen besteht derzeit noch keine Rauchmelderpflicht.

 

Rauchmelder retten Leben. Hoffentlich ziehen die Gesetzgeber der drei fehlenden Bundesländer bald nach. Statistisch bleiben Ihnen nur vier Minuten Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen, wenn ein Feuer ausgebrochen ist. Und der Brandrauch kann Sie schon mit wenigen Atemzügen umbringen. Die allermeisten Brandopfer kommen durch den Rauch, nicht durch das Feuer ums Leben.
Es ist ein gefährlicher Trugschluss, Brände seien vermeidbar, wenn man nur gut aufpasst. Viele Brände entstehen durch technische Defekte, zum Beispiel in elektrischen Anlagen. Die Ursache liegt also gar nicht in Ihrer Hand.
Rauchmelder reichen für Räume bis zu einer Fläche von 60 Quadratmetern. In größeren Räumen müssen Sie entsprechend mehr Geräte anbringen. Da der Rauch nach oben steigt, müssen Sie Rauchmelder immer an der Decke befestigen – mindestens 50 Zentimeter von der Wand entfernt und in waagerechter Position – auch wenn Sie sie nur an einer Schräge befestigen können.
Durch manche Umgebungen können die Funktionen von Rauchmeldern beeinträchtigt werden, zum Beispiel in zugigen, rauchigen oder staubigen Räumen. Dort sind Wärmemelder unter Umständen besser geeignet.

 

Bei der überwiegenden Zahl der eingesetzten Geräte handelt es sich um Streulichtrauchmelder. Außerdem sind Ionisations- und Ansaugrauchmelder verbreitet:

  • Streulichtrauchmelder messen gestreutes Licht mit einer Fotozelle. Diese erkennt, wenn Rauchpartikel das Licht reflektieren. Solange sich keine Partikel in der Luft befinden, wird auch kein Licht reflektiert. Daher sind Streulichtrauchmelder für staubige Räume nur bedingt geeignet.
  • Ionisationsrauchmelder erkennen Rauch daran, dass sich in ihrer Messkammer Ionen an den Rauchpartikeln anlagern. Dadurch verringert sich der Stromfluss im Gerät. Da Ionisationsrauchmelder mit radioaktiver Strahlung arbeiten, ist ihr Einsatz jedoch nicht unproblematisch.
  • Ansaugrauchmelder werden vornehmlich in schwierigem Umfeld eingesetzt – zum Beispiel in besonders feuchten, heißen, kalten, hohen oder staubigen Räumen. Sie saugen die Luft selbsttätig an, überlassen also nichts dem Zufall. Die Luftproben werden in einer Detektionskammer untersucht – zum Beispiel im Hinblick auf Lichttrübung, Lichtreflektion oder enthaltene Teilchen.

Wenn Sie Ihre Räume streichen, dann sollten Sie die Rauchmelder aussparen. Sonst kann es passieren, dass Farbe die Öffnungen des Geräts verstopft und der Rauch nicht mehr in den Melder gelangt. Dann bekommt er nichts mit und meldet sich demzufolge auch nicht.

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