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Brandschutzmaßnahmen können nur dann wirksam und effektiv sein, wenn vorher auch das mögliche Risiko dazu ermittelt worden ist.

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So gehen Sie vor, wenn es gebrannt hat

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Von Martin Weyde,

Frage: Bei uns hat es gebrannt. Was müssen wir jetzt unternehmen?

 

Antwort: Da beim Brand Gefahrstoffe entstehen, die in unterschiedlichem Maße gesundheitsschädlich sind, dürfen Sie erst dann mit dem Aufräumen beginnen, wenn Sie eine Gefährdungsbeurteilung erstellt und Schutzmaßnahmen festgelegt haben.

Klären Sie mit der Feuerwehr, ob Brandwachen erforderlich sind, damit der Brand nicht erneut ausbricht. Sorgen Sie dafür, dass niemand die Brandstelle betritt, der dort nichts verloren hat.
Fragen Sie die Feuerwehr, ob Sie die Brandstelle betreten dürfen. Ruß- und Brandkondensate können giftig, ätzend oder anderweitig schädlich sein und über Mund, Nase oder Haut in den Körper gelangen.
Wenn Sie die Brandstelle betreten können, dann bringen Sie Güter in Sicherheit, die noch zu retten sind - sowohl Waren als auch Einrichtungsgegenstände. Schützen Sie Maschinen und Anlagen vor Schmutz und Folgeschäden durch das Löschwasser.
Achten Sie darauf, dass Sie bei Arbeiten im Bereich der Brandstelle keine Schadstoffe von dort in andere Bereiche tragen. Essen, trinken und rauchen Sie nicht im Bereich der Brandstelle. Reinigen Sie sich gründlich nach der Arbeit.
Die Brandstelle muss vollständig trocknen können. Kontaminiertes Löschwasser darf nicht unkontrolliert abfließen, sondern muss ordnungsgemäß entsorgt werden.

 

Vereinbaren Sie umgehend eine Erstbegehung mit Ihrem Versicherer. Klären Sie, ob die Begehung ohne Schutzausrüstung möglich ist. Dies hängt davon ab, was verbrannt ist und in welchem Zustand sich die Brandstelle befindet.
Ihr Versicherer und die Polizei benötigen Ihre Brandschutzdokumentation. Daraus muss hervorgehen, welche Mitarbeiter mit dem Brandschutz beauftragt und wie sie ausgebildet sind. Außerdem gehören dazu

  • Ihre Gefährdungsbeurteilung mit den Risiken
    • Brandgefährdung durch Feststoffe, Flüssigkeiten und Gase
    • Explosionsgefährdung durch Stäube, Gase und Dämpfe
    • Zündquellen bei Brand- und Explosionsgefahr
    • brandfördernde Stoffe und Sprengstoffe
  • die Brandschutzordnung mit Teilen A, B und C,
  • das Explosionsschutzdokument,
  • gegebenenfalls Heißerlaubnisscheine, zum Beispiel für Löt- oder Schweißarbeiten.

Wie brandbedingte Belastungen auf kalten Brandstellen beseitigt werden, steht in der VdS 2357 „Richtlinien zur Brandschadensanierung“. Dort finden Sie unter anderem Informationen zur Erstbegehung, zur Einteilung der Schadenstelle in Gefahren- und Arbeitsbereiche, zu Sofortmaßnahmen sowie zum Sanierungs- und Entsorgungskonzept.

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