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Energie einsparen als Ladenbesitzer – wo liegen die versteckten Potentiale?

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© andreas160578 (CC0-Lizenz) / pixabay.com

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Energie gilt nicht ohne Grund als wichtigste Triebfeder unserer Erde, das gilt für gewerbliche sowie private Bereiche gleichermaßen. Ohne Energie können keine Produktionsprozesse in Gang gesetzt werden, schon auf der kleinsten denkbaren Ebene, dem Einzelhandel.

Je mehr digitale Prozesse darin eingefügt sind, desto stärker wird der Effekt nicht ausreichender oder unsicherer Energiequellen – ein Ausfall steht gleichbedeutend mit dem Hindernis, das Geschäft in geregeltem Maße überhaupt fortzuführen. Rein praktisch hat Energie zugleich die Bedeutung für Läden mit großer Verkaufsfläche, langen Öffnungszeiten und aufwendigen Produktpräsentationen: Energie kostet Geld und stellt damit einen nicht irrelevanten Kostenpunkt dar.

Im Folgenden wird das Thema aus einer ausschließlich praktischen Perspektive beleuchtet, indem Tipps und Hinweise zur Einsparung von Energie dargelegt werden.

Grundlegende Fakten zum Energieverbrauch

Energie, die Ladenbesitzer für ihr Geschäft benötigen, wird für Heizenergie und elektrischen Strom benötigt. Etwa 15 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfällt für den Bedarf im Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD). Demnach macht im Segment des Groß- und Einzelhandels insbesondere der Bereich einen deutlichen Anteil geltend, in dem es um Lebensmittel geht. Danach folgt der Faktor „Beleuchtung“.

Einsparpotential ist daher vor allem dort gegeben, wo mittels moderner Technologie ein Großteil der unvermeidbaren Energieträger erneuert werden kann. Ähnlich wie im privaten Bereich lohnen sich Investitionen binnen weniger Jahre. Sie amortisieren, je nach Art der Nutzung, sehr schnell und stellen dadurch auch betriebswirtschaftlich eine relevante Größe dar. In den folgenden Absätzen werden einzelne Beispiele genannt, die einen nennenswerten Anteil am Energiebedarf haben und diese anhand von Optimierungsschritten behandelt.

Beispiel I: Die Beleuchtung

Experten schätzen, dass das Einsparpotential im Segment des Handwerks, des Gewerbes und der Industrie bei bis zu 70 Prozent liegt. Diese Schätzungen nehmen zur Grundlage, dass es gesetzliche Vorschriften zur Beleuchtung in Hallen, Büros oder gewerblich genutzten Räumen gibt. Genau festgelegt ist dies im Rahmen einer DIN, die Anhaltspunkte zur Berechnung des Lichtbedarfs gibt. Allerdings finden sich darin keinerlei Angaben zur sogenannten Energieeffizienz, also dem Einsparpotential beim Energieverbrauch bei gleichbleibend hoher Leuchtleistung.

Seit 2012 gibt es mit der DIN EN ISO 50001 eine EU-weit einheitliche Norm, in der Kriterien für „strukturierte Energiemanagementsysteme“ zu finden sind. Dabei geht es um ein systematisches Vorgehen, im Grunde ausgelegt für Unternehmen aller Größen und Branchen. Nähere Hinweise zur Anwendung im Geschäft finden sich im Leitfaden „Energiemanagementsysteme in der Praxis – ISO 50001: Leitfaden für Unternehmen und Organisationen“, welcher vom Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) herausgegeben wird. Interessierte finden hier praktische Hinweise, geordnet nach Art des Betriebs, Größe sowie der Branchenzugehörigkeit.

Praktische Tipps zur ersten Anwendung

VorgehenEffekt
Doppelte Beleuchtung vermeidenIm Normalfall reicht es aus, entweder mittels Deckenleuchte oder Schreibtischleuchte zu arbeiten. Bei Kundenkontakt ist erstere empfehlenswert, bei Büroarbeit hingegen letztere.
Merkzettel zu diversen EnergieverbrauchsstellenPraktische Beschriftungen helfen, nur die Lichtquellen anzuschalten, die auch wirklich benötigt werden.
Bewegungsmelder installierenBewegungsmelder regulieren den Stromverbrauch für Licht ganz nach Bedarf. Vor allem in Räumen, die kaum frequentiert werden und in denen die Verweildauer nur wenige Minuten beträgt, können voreingestellte Bewegungsmelder ein großes Einsparpotential bieten.
Zeitschaltuhren einbringenRäume, die repräsentativen Charakter haben, müssen nur zu den üblichen Geschäftszeiten (zum Teil) beleuchtet werden.
Reflektoren einbringenIn Räumen mit hohen Decken kommt es darauf an, die Lichtlenkung so einzustellen, dass auch wirklich nur benötigte Raumbereiche beleuchtet werden. Eine Nachrüstung rentiert sich oftmals schon nach wenigen Monaten.
Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) verwendenSogenannte EVG sind Systeme, die immer einen Einspareffekt haben, denn sie verlängern die Haltbarkeit von Leuchtstofflampen und ermöglichen ein zielgerichtetes Dimmen.
Veraltete Leuchtmittel austauschenNicht immer eignen sich modernste LED-Lampen, gerade bei Modulen in der Kundenpräsentation sind immer noch Leuchtstoffröhren die erste Wahl. Hier lohnt sich der Austausch zu T5-Leuchtstoffröhren, sie sind länger nutzbar und vermeiden ein Flackern. Alte Glühlampen lassen sich, einen LED-Lampentest vorausgesetzt, durch LED-Leuchtmittel der neuesten Generation austauschen. Einspareffekt bis zu 80 Prozent. Der Austausch mit Eco-Halogenlampen, bei mangelnder LED-Kompatibilität, bringt hingegen bis zu 30 Prozent Einsparung.


Andere Verbrauchsquellen optimieren

Beispiel Frisiersalon

  • Etwa 2/3 des Gesamtverbrauchs an Energie wird für die Beleuchtung beansprucht, lediglich 15 Prozent sind für Friseurgeräte zu veranschlagen. Wäschepflege und sonstige Gerätschaften schlagen mit ¼ zu Buche.
  • Alte Opalwannenleuchten, die gemeinhin für die Grundbeleuchtung genutzt werden, lassen sich einfach gegen Reflektor- beziehungsweise Spiegelrasterleuchten (T5-Leuchtstofflampen) austauschen.
  • Bei Außenwerbung, wie dem Reklameschild, empfehlen sich sogenannte Dämmerungsschalter. Je nach Tages- und Nachtzeit wird das Werbemittel dennoch sichtbar sein, der zugrundeliegende Energieverbrauch aber halbiert.
  • Beim Verbrauch von Warmwasser, also an den Waschtischen, empfiehlt sich der Einsatz sogenannter Sparstrahlregler (Perlatoren). Sie sind relativ günstig zu beziehen. Darüber hinaus empfiehlt sich laut bertzgmbh.de die Nutzung einer Wasseraufbereitungsanlage.

Beispiel Einzelhandel (allgemein)

  • Bei Lüftung respektive Kühlung ist es sinnvoll, auf ein Klimakaltwassersystem umzusteigen. Zudem empfiehlt sich die Reduzierung auf ein Mindestmaß bei den Außenluftraten.
  • Glasfronten dienen nicht nur der Präsentation, sondern hellen mittels Reflektion auch ganze Räume auf. In Kombination mit gezielt eingesetzten LED-Leuchtmitteln ein enormes Einsparpotential. 

Heizkosten optimieren

Langfristig die einzig wahre Lösung stellt sicherlich nur eine energetische Sanierung der Heizungsanlagen dar. Benötigt werden sie einerseits für Raumwärme, aber auch für Warmwasser und elektrische Energie. Es empfiehlt sich ein regelmäßiger Abgleich der Hydraulik, neben der Wartung der Heizanlage sicherlich die gängigste Methode zur Sicherstellung der Heizeffizienz. Industrie- und Handelskammern, ebenso wie andere Kammern oder Gewerbevereinigungen auf kommunaler Ebene, bieten eine Energieeffizienz-Beratung an.

Fazit

Einsparpotential im Rahmen der gewerblichen Nutzung ist definitiv gegeben, da hier verschiedenste Energiequellen genutzt werden. Da häufig schon durch Optimierung ein nicht unwesentlicher Effekt erzielt werden kann, amortisieren sich Investitionen in Erneuerungen (LED-Module, effiziente Systeme, Bedarfssteuerung, etc.) binnen kürzester Zeit.

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