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Einigung zum Rückwärtsfahren bei der Abfallsammlung – nützliche Anregungen auch für Ihren Betrieb

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Abfall
Urheber: eyetronic | Fotolia

Von Friedhelm Kring,

Durch den toten Winkel kam es bei rückwärtsfahrenden Müllfahrzeugen immer wieder zu schweren Unfällen. Müllwerker wurden überrollt oder auch unbeteiligte Dritte. Ob ein Müllwagen rückwärts in Stichstraßen oder Sackgassen ohne Wendemöglichkeit einfahren darf, wird in vielen Städten heiß diskutiert.

Nun haben sich Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, die Entsorgungswirtschaft und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Ende Oktober auf eine gemeinsame Branchenregel zum Rückwärtsfahren bei der Abfallsammlung geeinigt.

Die neue Branchenregel legt u. a. fest:

  • Sammeltouren müssen so geplant werden, dass möglichst wenige bis gar keine Rückwärtsfahrten notwendig werden.
  • Vor Rückwärtsfahrten sind alle anderen Möglichkeiten zu nutzen, das heißt, die Kommunen müssen in Abstimmung mit den Entsorgern und Anliegern zunächst z. B. eine geänderte Verkehrsführung oder bauliche Veränderungen an den Abfallsammelstellen auf Umsetzbarkeit prüfen.
  • Sind sämtliche Optionen ausgeschöpft, Rückwärtsfahren zu vermeiden, steht eine Gefährdungsbeurteilung an. Diese soll als Ergebnis festlegen, wie eine Rückwärtsfahrt gefahrlos durchzuführen ist und welche Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten gelten.
  • Der Unternehmer muss im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festlegen, über welche Kenntnisse diejenigen Personen verfügen müssen, die den Fahrer des Mülltransporters beim Rückwärtsfahren einweisen. 
  • Auf einen Einweiser darf dann verzichtet werden, wenn durch Einsatz von Fahrerassistenzsystemen eine Gefährdung für Mitarbeiter wie für andere Verkehrsteilnehmer, Passanten usw. sicher ausgeschlossen werden kann.

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Rückwärts- und Rangierfahrten nicht nur bei der Abfallsammlung

Direkt betroffen sind von der Branchenregel kommunale Entsorger und andere Unternehmen, die im Bereich Abfallentsorgung vergleichbare Dienstleistungen erbringen. Doch die Inhalte der neuen Branchenregel lassen sich auch für andere Betriebe anderer Branchen nutzen. Überall dort, wo Rangier- oder Rückwärtsfahren zu gefährlichen Situationen führt, sollten Sie fragen:

  • Haben wir in unserer Gefährdungsbeurteilung Alternativen zu gefährlichen Fahrzeugebewegungen erwogen?
  • Wo können wir auf welche Weise unser Betriebsgelände umbauen, neue Zugänge oder Abfahrten schaffen, Verkehrswege verlagern und von Laufwegen abtrennen usw., um die Unfallrisiken zu vermindern?
  • Wo sollten Rangier- und Rückwärtsfahren nur mit Einweiser erlaubt sein?
  • Wie werden diese Einweiser geschult?

  • Wo können Spiegel die Situation der Fahrer erleichtern oder (von der BG BAU bezuschusste) Kamera-Monitor-Systeme?
  • Sind alle kritischen Stellen an Rampen und Ladezonen jederzeit gut ausgeleuchtet?
  • Ist in allen Verlade- und Rangierzonen der Winterdienst organisiert?
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