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TRGS 520: Das sind die Regeln für gefährliche Abfälle in Kleinmengen

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Von Martin Weyde,

Frage: In der TRGS 520 geht es darum, wie gefährliche Abfälle in kleinen Mengen gesammelt und zwischengelagert werden. Was ist davon für unseren Betrieb interessant?

Antwort: Die TRGS 520 gilt dort, wo stationäre oder mobile Sammelstellen oder Zwischenlager errichtet oder betrieben werden, die private oder gewerbliche Abfälle in begrenzten bzw. haushaltsüblichen Mengen sammeln.
Solange der gefährliche Abfall dort gesammelt und aufbewahrt wird, wo er angefallen ist, also im Haushalt oder Gewerbebetrieb, wird die TRGS 520 nicht angewendet. Außerdem sind Anlagen ausgenommen, die nach dem Immissionsschutzrecht genehmigt werden müssen, und ebenso spezielle Rücknahmestellen wie zum Beispiel für Batterien, Altöl oder PU-Schaumdosen.
Es gibt auch Abfälle, die nicht unter die TRGS 520 fallen, weil sie gar nicht angenommen werden. Dabei handelt es sich um infektiöse, radioaktive und explosive Stoffe und Geräteschrott mit gefährlichen Abfällen, die nicht voneinander trennbar sind. Auch Druckgasbehälter können nicht uneingeschränkt abgegeben werden.
Die TRGS 520 wurde Anfang des Jahres aktualisiert und konkretisiert in erster Linie die Vorgaben der GefStoffV, der BetrSichV und einiger anderer Technischer Regeln wie der TRGS 400, 510 und 800. Besondere Anforderungen stellt die Neufassung hinsichtlich der Gefährdungsbeurteilung und der Qualifikation der Beschäftigten in der Sammelstelle.

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Besondere Gefährdungen bestehen in Sammelstellen zum Beispiel durch Gefahrstoffe, technische Mängel wie beschädigte Behälter, organisatorische Lücken, etwa bei den Unterweisungen, oder dadurch, dass die Arbeitsplätze nicht sicher gestaltet sind.
Die Gefahr von Bränden oder Explosionen ist in Sammelstellen besonders groß, denn viele der Abfallstoffe, die abgegeben werden, können für eine explosionsgefährliche Atmosphäre sorgen. Deshalb müssen die Mitarbeiter sich unter anderem mit Zündtemperaturen, Explosionsbereichen und Brandverhalten auskennen, und Handys dürfen nach Neufassung der TRGS 520 in Sammelstellen nur noch benutzt werden, wenn sie ex-geschützt sind.
Sammelstellen müssen gegen die Witterung geschützt sein und über zwei freie Flucht- und Rettungswege verfügen. Der Boden muss flüssigkeitsdicht, säure- und chemikalienfest sowie elektrisch ableitend und auch im feuchten Zustand trittsicher sein.
Sammelstellen müssen unter anderem über diese Hilfsmittel verfügen:

  • Material für die Abfalluntersuchung,
  • Bindemittel für verschiedene Stoffe,
  • Packmaterial, besonders als zusätzliche Außenverpackung,
  • Gefahrensymbole und Gefahrzettel
  • sowie Kunststoffwannen und -fässer für undichte Behälter.

Für die Verpackungen gelten die Bestimmungen des ADR.
In Wasserschutzgebieten, Heilquellenschutzgebieten und Überschwemmungsgebieten dürfen stationäre Sammelstellen und Zwischenlager gemäß TRGS 520 nicht eingerichtet werden.

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