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Digitalisierung bietet neue Möglichkeiten im betrieblichen Gesundheitsmanagement

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Urheber: Jale Ibrak | Fotolia

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In der heutigen, digitalisierten Arbeitswelt sind wir ständig erreichbar, das Email-Postfach quillt über, das Telefon klingelt ununterbrochen, und die nächste Deadline rückt unaufhaltsam näher. Wer ständig überlastet ist und unter Zeitdruck steht, für den kann Dauerstress am Arbeitsplatz ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Viele Unternehmer haben das erkannt, und schaffen bewusst neue Rahmenbedingungen, die gesünder für Mitarbeiter sind.

Denn letztendlich ist es im Interesse eines jeden Arbeitgebers, das wichtigste Kapital, sein Personal, zu schützen. Für viele jüngere Arbeitnehmer spielt neben der Vergütung und der Tätigkeit auch die „Work-Life-Balance“ im Job eine wichtige Rolle. Das haben inzwischen sowohl Wirtschaft und Wissenschaft erkannt. Es wird viel mehr in Richtung Gesundheitsförderung geforscht, und viele Unternehmer machen das Betriebsgesundheitsmanagement (BGM) zur Chefaufgabe. Was genau man unter BGM versteht, und wie man dieses durch digitale Möglichkeiten erweitern kann, wird im Folgenden erklärt.

Unterschied zwischen BGM und Arbeitsschutz

Man unterscheidet zwischen gesetzlich vorgeschriebenem Arbeitsschutz und Betriebsgesundheitsmanagement. Zum Arbeitsschutz zählen spezifische Maßnahmen zur Verhinderung von Arbeitsunfällen. Dazu gehören beispielsweise das Anbringen von Warnschildern, Brandschutzschildern, Rettungszeichen und Feuerlöschern. BGM hingegen ist weder per Definition geregelt, noch gesetzlich vorgeschrieben. Zum BGM zählen alle Maßnahmen der Unternehmensführung, die die Gesundheit der Mitarbeiter als strategischen Faktor in die Unternehmenskultur mit einbeziehen. Es werden also gezielt Strukturen geschaffen, in denen gesundheitsbewusstes Verhalten gefördert wird. Innerbetriebliche Yogakurse oder gesundes Kantinenessen kann so eine Maßnahme sein. Aber Unternehmen setzen auch vermehrt auf digitale Angebote, um etwas für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu tun, und um durch eine etablierte, gesunde Firmenkultur junge Arbeitnehmer anzulocken. Digitales GBM – grob umschrieben – kann entweder zum Sammeln oder zum Bereitstellen von Daten benutzt werden. Mittlerweile bieten externe Anbieter schon kompletten Package-Lösungen an, die von Firmen gebucht und angepasst werden können.

Möglichkeiten des digitalen GBM

Werden Anleitungen zum Gebrauch von Maschinen, oder Prozessbeschreibungen digital bereitgestellt, zum Beispiel im Intranet, sind sie für jeden leicht zugänglich. Hier greift das Prinzip der einfachen Bereitstellung von Informationen. Hierzu zählen auch E-Learning-Programme, mit denen sich Mitarbeiter fortbilden können.

Fitness-Apps oder Wearables messen, wie viele Schritte man läuft, oder wie lange man schläft – helfen also beim Sammeln von Daten. Man hat immer den Vergleich zum Vortag, und ist so eher motiviert, doch schnell die Treppe zu nehmen. Mitarbeiter können auch Teams bilden, und am Ende einer Woche oder eines Monats kann das aktivste Team eine Belohnung erhalten. Hier können die digitalen Helfer nicht nur Daten sammeln, sondern helfen durch deren Visualisierung auch bei der Motivation, aktiver zu sein.

Mittlerweile bieten externe Firmen komplette digitale Lösungen im Baukasten an, die je nach Bedarf angepasst werden können. Diese Angebote reichen von Fitnessübungen für zu Hause, die man sich auf dem Smartphone ansehen kann, bis hin zu komplett durchgeplanten, gesunden Wochenmenüs inklusive Video-Kochanleitung für zu Hause und vorgeschriebener Einkaufslisten.

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