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Händehygiene in Gesundheitsfachberufen

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Von Martin Weyde,

Die Hände der Mitarbeiter in Gesundheitsfachberufen sind besonders schutzbedürftig. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) stellt daher Informationen zur Verfügung, wie Hautschutz- und Händehygienepläne für verschiedene Berufsgruppen aussehen sollten.

Im Januar 2014 wurde die Broschüre für die Physiotherapie aktualisiert, kurz zuvor waren Kranken- und Altenpflege und Ergotherapie an der Reihe. Etliche Tipps der BGW zur Händehygiene gelten jedoch für mehrere Berufsgruppen übergreifend:

  • Um ihre Haut zu schützen, sollten Ihre Kollegen vor belastenden Tätigkeiten eine Hautschutzcreme benutzen.
  • Bevor sie Handschuhe anziehen, sollten ihre Hände richtig trocken sein.
  • Wenn es erforderlich ist, für längere Zeit Handschuhe zu tragen, sollten sie diese wechseln.
  • Gepuderte Latexhandschuhe sind verboten, weil hohe Allergiegefahr besteht. Ungepuderte Handschuhe sind hautverträglicher.
  • Wenn die Kollegen Feuchtreinigungs- oder Desinfektionsarbeiten ausführen, kann ihre Haut unter den dabei verwendeten Mitteln leiden. Außerdem können diese auch Allergien auslösen. Deshalb sollten sie chemikalienbeständige Haushaltshandschuhe tragen. Einmalhandschuhe schützen nur für kurze Zeit.
  • Ihre Kollegen sollten die Hände nur mit Mitteln desinfizieren, die in der Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene e.V. als geprüft und für wirksam befunden verzeichnet sind.
  • Wenn sie Einmalhandschuhe ablegen, sollten sie danach ihre Hände desinfizieren, weil diese dabei mit Krankheitserregern in Kontakt gekommen sein können.
  • Sie sollten ihre Hände erst desinfizieren, wenn sie richtig trocken sind.
  • Das Mittel zur Händedesinfektion muss in ausreichender Menge und ausreichend lange einwirken. Dabei müssen alle Areale der Hand wie Zwischenräume und Seitenkanten der Finger, Nagelfalze, Fingerkuppen, Daumen und Handgelenke vollständig benetzt sein.
  • Ihre Kollegen sollten bei der Arbeit keinen Schmuck an Händen und Unterarmen tragen.
  • Sie sollten sich die Hände nur bei Arbeitsbeginn waschen, oder wenn sie sichtbar verschmutzt sind, um die Haut nicht unnötig zu strapazieren.
  • Als Waschmittel sollte eine pH-hautneutrale Waschlotion (pH 5,5) zur Verfügung stehen, da diese den natürlichen pH-Wert der Haut erhält. Stückseife ist in Gemeinschaftseinrichtungen aus hygienischen Gründen nicht zulässig.
  • Es sollten weiche Einmalhandtücher bereitstehen, mit denen die Kollegen ihre Hände abtrocknen können.
  • Nachdem sie sich die Hände gewaschen haben sowie in Pausen, nach Arbeitsende und in der Freizeit sollten sie eine Hautpflegecreme ohne Duft- und Konservierungsstoffe benutzen.

Die BGW weist darauf hin, dass verschiedene Tätigkeiten unterschiedliche Schutzmaßnahmen erfordern. Deshalb sollte Ihr Hautschutz- und Händehygieneplan den Anforderungen in Ihrem Betrieb gerecht werden. Hängen Sie ihn gut sichtbar an Wasch-, Arbeits- und Behandlungsplätzen aus. Die Hautschutz- und Händehygienepläne der BGW gibt es auf bgw-online.de.

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