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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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Hautkrankheiten im Winter

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Von Martin Weyde,

Hautkrankheiten werden im Winter oft schlimmer. Und Kollegen, die sich mit Hautkrankheiten herumplagen, sind meistens auch noch doppelt geschlagen: Sie leiden nicht nur unter ihrer Erkrankung, sondern auch unter dem Eindruck, den sie – gefühlt oder real – auf ihre Mitmenschen machen.

Im Winter ist die Haut durch die Kälte ohnehin belastet. Deshalb sind zusätzliche Gefährdungen durch die Arbeit jetzt besonders schwerwiegend. Und besonders gefährdet sind Kollegen, die sich auch noch mit einer Hautkrankheit herumplagen.
Hautkrankheiten verlaufen oft chronisch. Der Verband der Betriebs- und Werksärzte hat im Hinblick auf chronische Erkrankungen durch psychische Belastungen darauf hingewiesen, unregelmäßige oder vorübergehende ließen sich zwar aushalten. Problematisch werde dies jedoch auf Dauer. Hauterkrankungen führen zu langen Fehlzeiten oder gar zur Berufsunfähigkeit.
Weder Psoriasis (Schuppenflechte) noch Neurodermitis sind ansteckend, aber Betroffene werden ihrer äußeren Erscheinung wegen gemieden und leiden deshalb auch psychisch. Und das ist oft ein Teufelskreis: Einerseits tragen psychische Belastungen dazu bei, dass die Haut erkrankt. Andererseits verstärken die Folgen dieser Erkrankung die psychischen Belastungen:
Wer mit Psoriasis an den Händen oder Neurodermitis im Gesicht zum Beispiel im Supermarkt an der Kasse sitzen oder auf einem Messestand Dienst tun muss, der steht psychisch unter Hochdruck.
Kümmern Sie sich deshalb darum:

  1. Sprechen Sie betroffene Kollegen auf ihre Erkrankung an.
  2. Fragen Sie, welche Probleme bestehen und wie Sie helfen können.
  3. Sorgen Sie für Verständnis unter den Kollegen.
  4. Besprechen Sie mit allen, wer besonders belastende Tätigkeiten übernehmen kann.
  5. Legen Sie gemeinsam fest, wer betroffene Kollegen bei bestimmten Tätigkeiten vertreten kann.

 

 

Aber auch die anderen Mitarbeiter können Ihre Ermunterung gebrauchen, denn im Winter haben 15 Prozent der Menschen trockene Haut – von den älteren Arbeitnehmern sogar mehr. Auch damit ist nicht zu spaßen – erst recht, wenn zusätzliche Gefährdungen hinzukommen: mechanische, Gefahrstoffe, Biostoffe oder allgemeine Bedingungen am Arbeitsplatz.
Fordern Sie deshalb alle Kollegen auf, im Winter besonders auf ihre Haut zu achten:

  • Wasser belastet die Haut, ebenso manche Seifen und Reinigungsmittel. Deshalb sollten alle Mitarbeiter Schutzhandschuhe tragen, wenn sie belastende Arbeiten ausführen.
  • Wenn sie Schutzhandschuhe tragen, dann sollten sie diese Arbeiten nur für eine begrenzte Zeit ausführen, denn auch zu enge Kleidung kann die Haut auf Dauer schädigen.
  • Sie sollten ihre Hände häufig eincremen, auch vor Benutzung der Schutzhandschuhe und nach Feierabend.

Und noch ein Tipp: Ihre Kollegen sollten auch im Winter 2 Liter Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen. Die Haut besteht zum großen Teil aus Wasser und regeneriert sich dann leichter.

 

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