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Hautschutz bei Feuchtarbeiten

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Von Martin Weyde,

Frage: Was erzähle ich meinen Kollegen, damit sie bei Feuchtarbeit an ihre Haut denken?

 

Antwort: Jede dritte Berufskrankheit ist eine Erkrankung der Haut, und jede dritte Erkrankung der Haut wird durch Feuchtarbeit verursacht. Hauterkrankungen richten jedes Jahr volkswirtschaftliche Schäden von über einer Milliarde Euro an.
Der Schutz der Hände und der Haut ist nicht nur für „klassische Feuchtarbeiter“ im Friseurhandwerk, in der Gastronomie und in Reinigungsbetrieben wichtig. Auch in vielen anderen Branchen kommt es täglich vor, dass Arbeitsplätze oder Maschinen gereinigt werden müssen.
Unsere Haut hat einen Schutzfilm, der sie davor bewahren soll, auszutrocknen oder mit schädlichen Stoffen in Berührung zu kommen. Bei Arbeit in feuchter Umgebung leidet erst dieser Schutzfilm, und später auch die Haut - erst recht, wenn Reinigungsmittel oder andere Chemikalien im Spiel sind. Die Haut wird rissig und spröde und ist anfälliger für Verletzungen und Allergien als gesunde Haut.
Um ihre Haut zu schützen, sollten Ihre Kollegen

  • feuchte und trockene Arbeiten abwechseln,
  • Schmuck immer ablegen, bevor sie mit der Arbeit beginnen,
  • sich mit Schutzhandschuhen gegen schädliche Stoffe schützen,
  • sich sofort reinigen, wenn sie mit schädlichen Stoffen in Berührung gekommen sind
  • und sich vor der Arbeit mit Hautschutzmittel und danach mit Hautpflegemittel eincremen.

Ihre Kollegen sollten Schutzhandschuhe nur dann anziehen, wenn sie saubere und trockene Hände haben. Sie sollten zum Händewaschen lauwarmes Wasser und milde Seife benutzen, keine harten Bürsten verwenden und ihre Hände gründlich abtrocknen.

 

Die Schutzhandschuhe, die Ihre Kollegen einsetzen,

  • müssen für die jeweilige Arbeit geeignet, sauber und unbeschädigt sein und richtig passen,
  • dürfen keine Flüssigkeiten durchlassen und das Gefühl der Hände nicht beeinträchtigen
  • und müssen nach der Arbeit gründlich gereinigt und getrocknet werden.

Bei Schutzhandschuhen, in denen sich Wärme und Feuchtigkeit stauen, sollten ihre Kollegen

  • die Hände vorher und nachher eincremen,
  • Baumwollhandschuhe unterziehen, um den Schweiß aufzunehmen,
  • und die Stulpen umklappen.

Feuchtarbeit ist in den Technischen Regeln für Gefahrstoffe 401 „Gefährdung durch Hautkontakt“ geregelt. Nach TRGS 401 leisten Ihre Kollegen Feuchtarbeit, wenn sie

  1. länger als 2 Stunden am Tag mit Flüssigkeiten in Kontakt kommen,
  2. ihre Hände häufig und intensiv reinigen müssen oder
  3. länger als 2 Stunden am Tag Schutzhandschuhe tragen, in denen sich Wärme und Feuchtigkeit stauen.

Die Zeiten der Arbeit mit Flüssigkeiten und mit Schutzhandschuhen gelten nicht unabhängig voneinander, sondern werden addiert, solange die Haut sich nicht regenerieren kann.

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