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Kennzahlen: Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung

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Von Martin Weyde,

Frage: Wo kann ich im Arbeitsschutz Kennzahlen einsetzen?

Antwort: Im Prinzip überall. Die Frage ist, mit welchem Ziel und vor allem - auf welcher Basis. Kennzahlen sind dazu da, Zusammenhänge zu verdeutlichen. Das funktioniert aber nur dann, wenn entsprechendes Zahlenmaterial vorhanden ist, auf dem Sie aufbauen können. Doch das fällt im Arbeitsschutz zum großen Teil nicht von selbst an.

Kennzahlen sagen etwas darüber aus, wie sich ein Unternehmen entwickelt und ob es wirtschaftlich arbeitet. Dafür liefert das Controlling in der Regel eine belastbare Grundlage. Den Arbeitsschutz mit Kennzahlen transparent zu machen, ist jedoch in vielen Bereichen eine persönliche Herausforderung an Sie als SiFa, denn für die erforderliche Grundlage müssen Sie erst einmal selbst sorgen.
Harte Fakten - wie die Zahl der Unfälle oder der Krankheitstage - sind leicht zu bekommen, diese werden in jedem Betrieb schriftlich festgehalten. Wenn Sie andere Kennzahlen ermitteln wollen, dann sollten Sie lieber mit einigem Aufwand rechnen. Machen Sie sich deshalb schon im Vorfeld möglichst genau klar, welches Ziel Sie mit Ihrer Aktion eigentlich erreichen wollen.
Um Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung durch Kennzahlen zu erhellen, sind unterschiedliche Ansätze denkbar, die zum Beispiel so aussehen können:

 

1. Maßnahmen & Ergebnisse - objektiv und einfach zu ermitteln, da Zahlen vorliegen: Stellen Sie Ihren Maßnahmen die Ergebnisse gegenüber. Wie haben sich Ihre Maßnahmen ausgewirkt?
Beispiele für Maßnahmen:

  • Wieviele Unterweisungen wurden durchgeführt?
  • Wieviele Kollegen haben daran teilgenommen?
  • Wieviele Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung gab es?
  • Wieviel wurde in Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung investiert?

Beispiele für Ergebnisse:

  • Wieviele Unfälle oder Krankheitstage gab es?
  • Wie hoch waren die Kosten, die dadurch verursacht wurden?

2. Bewusstsein & Zufriedenheit - subjektiv und aufwendig zu ermitteln, da Umfragen und Benotungssystem erforderlich: Befragen Sie Mitarbeiter und Vorgesetzte aller Bereiche. Was denken diese über Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung? Und sind sie mit ihrem Arbeitsalltag zufrieden?
Beispiele für Bewusstsein:

  • Was halten Mitarbeiter und Vorgesetzte vom Arbeitsschutz und von der Gesundheitsförderung?
  • Wie beurteilen Mitarbeiter die Haltung der Vorgesetzten zum Arbeitsschutz und zur Gesundheitsförderung und umgekehrt?
  • Wie beurteilen Mitarbeiter die Haltung zum Arbeitsschutz und zur Gesundheitsförderung untereinander?

Beispiele für Zufriedenheit:

  • Wie beurteilen Mitarbeiter und Vorgesetzte ihre eigene Arbeit?
  • Wie beurteilen Mitarbeiter und Vorgesetzte die Zusammenarbeit der Beschäftigten?
  • Wie anerkannt fühlen sich Mitarbeiter von ihren Vorgesetzten und umgekehrt?
  • Wie schätzen Mitarbeiter und Vorgesetzte ihre persönliche und die Zukunft des Unternehmens ein?

Um Ihre Kennzahlen zu bewerten, können Sie zum Beispiel die Gegenwart mit der Vergangenheit vergleichen, statistische Informationen der BAuA als Maßstab heranziehen oder Ihre eigenen Ziele definieren. Wichtig ist dabei vor allem, dass Sie Ihre Erkenntnisse nicht für die Ablage produzieren, sondern praktischen Nutzen daraus ziehen.

 

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