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Die größten Attacken auf die Gesundheit vieler Beschäftigter gehen vom täglichen Lärm am Arbeitsplatz aus. Zu den schädlichen Folgen gehört vor allem...

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Lärmschutzverordnung: Macht Lärm wirklich krank?

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Urheber: auremar | Fotolia

Von Wolfram von Gagern,

Lärm ist nicht nur eine ständige Belastung: Er macht auch krank! Und das natürlich nicht nur im privaten Bereich sondern auch am Arbeitsplatz.

Bei den Wirkungen von Lärm auf den Menschen sind zwei Bereiche zu unterscheiden, nämlich die Auswirkungen auf das Hörorgan (sogenannte aurale Auswirkungen: Lärmschwerhörigkeit, Hyperakusis, Tinnitus) und die Auswirkung auf den Gesamtorganismus (extra-aurale Wirkungen). Die Wirkung von Lärm kann zudem noch durch gehörschädigende (ototoxische) Substanzen verstärkt werden.

Lärmschutzverordnung: Verschiebung der Hörschwelle nach kurzer Einwirkzeit

Schon wenn nur für kurze Zeit ein hoher Schallpegel auf den Menschen einwirkt, kann es zu einer zeitweiligen, aber reversiblen Verschlechterung des Hörens („Hörschwellenverschiebung“) kommen. Als Folge werden hohe Töne schlechter wahrgenommen, teilweise leiden die Betroffenen auch unter Tinnitus. Diese Hörschwellenverschiebung (TTS) ist abhängig vom Pegel, der Frequenz und der Einwirkdauer. Im Allgemeinen stellt sich jedoch das normale Hörvermögen nach einigen Tagen wieder ein.

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Lärmschutzverordnung: Wenn sich die Ohren nicht erholen

Liegt aber eine jahrelange, starke Lärmexposition vor und sind zwischen den einzelnen Lärmexpositionen keine Möglichkeiten der vollständigen Erholung der Hörzellen gegeben, dann wird aus der zeitweiligen Hörschwellenverschiebung eine dauernde, die man als Lärmschwerhörigkeit bezeichnet. Sie ist die in der Arbeitswelt die am häufigsten auftretende Auswirkung aufs Gehör, bedingt durch langjährige Einwirkung von Schall mit Beurteilungspegeln LAr über 85 dB. Dieser Wert darf nach den gesetzlichen Vorschriften unter Berücksichtigung kollektiver oder persönlicher Schutzmaßnahmen nicht überschritten werden. Achten Sie also auch bei Ihren Kollegen darauf, dass sie dort, wo es notwendig ist, einen Gehörschutz tragen.

Lärmschutzverordnung: Lärmwirkungen auf den Gesamtorganismus

Laute und plötzliche Geräusche rufen normalerweise Abwehr- oder Fluchtreaktionen hervor, bei denen Adrenalin und Cortisol produziert werden. Diese beiden Hormone füh­ren zu einer Erhöhung der Herzfrequenz und des Blutdrucks sowie zu einer Zunahme der Stoffwechseltätigkeit und bewirken das Gefühl, das als „Stress“ bezeichnet wird. Die Auslöseschwelle von Schall für vegetative Wirkungen variiert beim wachen Menschen zwischen 65 und 75 dB, d.h. bei Werten, bei denen noch keine Schädigung des Gehörs zu erwarten sind.

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