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Die größten Attacken auf die Gesundheit vieler Beschäftigter gehen vom täglichen Lärm am Arbeitsplatz aus. Zu den schädlichen Folgen gehört vor allem...

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Lärmschutzverordnung: Schon wenige Minuten können schwerhörig machen

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Arbeitssicherheit Laermschutzverordnung

Von Wolfram von Gagern,

Diese Zahlen sollten Sie hellhörig machen: Jeder 4. Mitarbeiter ist häufig Lärm ausgesetzt, jeder 2. fühlt sich dadurch belastet. Bau-, Strahl-, Schweiß- und Schneidearbeiten sind typische Tätigkeiten, bei denen Sie nicht nur Gefahrstoffen, sondern auch Lärmpegeln ausgesetzt sind, die zu einer Lärmschwerhörigkeit führen können.

Die Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen (LärmVibrationsArbSchV) schreibt es vor: Ab einem Tages-Lärmexpositionspegel von 80 dB(A) ist Gehörschutz zur Verfügung zu stellen. Werden 85 dB(A) erreicht oder überschritten, ist Gehörschutz Pflicht.

45 Minuten können wie 8 Stunden wirken

Unterschätzen Sie die Wirkung von kurzfristigen, aber regelmäßig höheren Schallpegeln nicht. Wer beispielsweise „nur“ 45 Minuten einem Lärmexpositionspegel von 95 db(A) ausgesetzt ist, ist genauso gefährdet wie eine andere Person während der ganzen Arbeitsschicht bei einem Lärmexpositionspegel von 85 db(A).

Lesen Sie die Betriebsanleitung

Ein Blick in die Betriebsanleitung Ihrer Maschine genügt und Sie wissen, welcher Schallemission Ihre Mitarbeiter ausgesetzt sind. Die Betriebsanleitung enthält Angaben zum

  • Emissionsschalldruckpegel an den Arbeitsplätzen, sofern er 70 dB(A) übersteigt; ist dieser Pegel kleiner oder gleich 70 dB(A), so ist dies anzugeben;
  • Schallleistungspegel der Maschine, wenn der A-bewertete Emissionsschalldruckpegel an den Arbeitsplätzen 80 dB(A) übersteigt.

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Wichtig für Sie: Diese Werte müssen entweder an der betreffenden Maschine tatsächlich gemessen oder durch Messung an einer technisch vergleichbaren, für die geplante Fertigung repräsentativen Maschine ermittelt worden sein.

Lärmminderung geht vor

Maßnahmen zur Lärmminderung haben stets Vorrang vor der Verwendung von persönlichem Gehörschutz. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie laute Arbeitsmittel durch leise Neugeräte ersetzen müssen. Durch Kapselungen und raumakustische Maßnahmen, wie schalldämmende und -absorbierende Deckensysteme, können Sie die Lärmbelastung dauerhaft senken.

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