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Die größten Attacken auf die Gesundheit vieler Beschäftigter gehen vom täglichen Lärm am Arbeitsplatz aus. Zu den schädlichen Folgen gehört vor allem...

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Test: Wirksamer Lärmschutz durch Kreissägeblätter mit „Schalldämpfer“

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Arbeitssicherheit Laermschutzverordnung

Von Wolfram von Gagern,

Lärm am Arbeitsplatz ist für rund 7.000 anerkannte Berufskrankheitenfälle pro Jahr verantwortlich. Wer an Kreissägen oder in deren Umgebung arbeitet, hat gute „Chancen“, zu dieser Statistik beizutragen, denn sie gehören zu den geräuschintensivsten Arbeitsmitteln.

Besonders gefährdet sind darum Mitarbeiter in Holz, Metall, Kunststoff und Stein verarbeitenden Betrieben. Das Berufsgenossenschaftliche Institut für Arbeitsschutz (BGIA) bestätigte in einem Test, der im April 2006 veröffentlicht wurde: Mit lärmgeminderten Sägeblättern können Sie Lärmbelastungen erheblich senken.

Hauptlärmquelle Sägeblatt

Das Sägeblatt ist bei Kreissägen die Lärmquelle Nr. 1. Beim Arbeiten zusammen mit dem Werkstück zum Schwingen gebracht, erzeugt es z. B. beim Sägen von Holz Lärmpegel von bis zu 90 dB(A), von Metall und Kunststoff sogar über 95 dB(A). Zum Vergleich: Bei 85 dB(A) gehen Arbeitsmediziner von einer Gesundheitsgefährdung aus. Nach der neuen EU-Lärmschutzrichtlinie ist deshalb ab dieser Schwelle Gehörschutz vorgeschrieben. Herkömmliche Sägeblätter aus Stahl schwingen besonders stark und damit lärmintensiv, da dieser Werkstoff praktisch keine Schwingungsdämpfung bewirkt. Anders ist das bei speziellen lärmarmen Sägeblättern: Sie mindern den Schall entweder durch einen „Sandwich“ ­Aufbau, bei dem das Blatt aus 2 Blechlagen mit einer Dämpfungsfolie dazwischen besteht, oder durch besondere Lasereinschnitte auf dem Sägeblatt, die die Eigenschwingung behindern. Sägeblätter mit „Schalldämpfer“ sind zwar schon seit Jahren im Handel, in der Praxis allerdings noch wenig verbreitet. Zu Unrecht, wie die BGIAForscher in dem Test bewiesen.

Erwartungen weit übertroffen

Dabei untersuchten sie 29 handelsübliche lärmreduzierte Kreissägeblätter in Labormessungen und im praktischen Einsatz und verglichen die Geräuschabstrahlung mit der herkömmlicher Sägeblätter. Die Messungen fanden beim Sägen unterschiedlicher Werkstoffe statt: Holz, Kunststoff, Aluminium und Stein.

Die Ergebnisse übertrafen alle Erwartungen: Beim Sägen von Holzplatten z. B. lag der Geräuschpegel der lärmgeminderten Sägeblätter um bis zu 7 dB(A), bei HartholzKanthölzern Um fast 12 dB(A) unter dem von konventionellen Blättern. Bei Aluminium und Kunststoff war die Lärmminderung ähnlich dramatisch.

Fazit: Mit lärmarmen Sägeblättern erzielen Sie hohe Arbeitsschutzeffekte: Denn eine Minderung um 3 dB bedeutet bereits eine Halbierung der Schallenergie und reduziert damit das Gesundheitsrisiko erheblich.

Zusätzliche Vorteile: Durch den schwingungsarmen Betrieb nutzen sie sich um 50 % langsamer ab; gleichzeitig sind präzisere Schnitte möglich. Beides macht die um ca. 30 % höheren Anschaffungskosten wieder wett.

TIPP: Bei allen Sägeblatttypen ist der Schallpegel umso geringer, je weniger das Sägeblatt aus dem Sägetisch herausragt – halten Sie den Überstand deshalb immer so gering wie möglich.

 

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