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nanoGEM: Nanoteilchen auf dem Prüfstand

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Von Martin Weyde,

Nanoteilchen sind in unzähligen Produkten enthalten – zum Beispiel in Lebens- und Pflanzenschutzmitteln, Medikamenten, Kosmetika, Textilien, Kunststoffen, Baustoffen, Farben und Lacken, Optik, Elektronik und anderen Industrieprodukten. Das Forschungsprojekt nanoGEM hat sich mit Nanoteilchen befasst, und letzten Monat fand im Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Abschlusskonferenz statt.

Das Projekt sollte klären, wann und wie Nanoteilchen freigesetzt werden, wie ihre Eigenschaften die Aufnahme in den Körper beeinflussen und welche Risiken sie mit sich bringen. Die BAuA fasst die Abschlusskonferenz mit den Worten zusammen, die Oberfläche von Nanomaterialien entscheide über ihre Wirkung.
Ein Ergebnis der Untersuchungen ist nach Aussage des Leiters des Projekts, Dr. Thomas Kuhlbusch, dass über den Mund aufgenommene Nanoteilchen keine signifikanten toxischen Effekte haben. 16 verschiedene Nanoteilchen seien toxikologisch untersucht worden.
Schleif- und Verwitterungsuntersuchungen mit Kunststoffen, die Nanoteilchen enthalten, hätten gezeigt, dass diese fast ausschließlich im Kunststoff eingebunden freigesetzt werden. Dabei ließ sich in separaten Untersuchungen keine toxische Wirkung nachweisen.
Ein „Einfluss der Funktionalisierung der Partikel auf die Wirkung“ habe sich hingegen beim Einatmen oder bei direkter Berührung mit Zellen gezeigt. Funktionalisiert seien Partikel, wenn an ihre Oberfläche zusätzliche Moleküle gebunden sind.

 

nanoGEM hat auch Strategien entwickelt, um Nanoteilchen in der Atemluft zu messen und zu bestimmen. Diese sind besonders für Arbeitsplätze gedacht, an denen Nanoteilchen eingesetzt werden.
Zuvor hatte der BUND darauf hingewiesen, Nanopartikel seien so klein, dass sie durch die Zellwände schlüpfen, sich dort anreichern und Moleküle spalten könnten. Außerdem nähmen bekannte chemische Stoffe im Nanobereich plötzlich neue Eigenschaften an. Natürlich hoffe man, dass Nanotechnik unser Leben bereichert. Aber was, wenn das Zeug schädlich sei?
Es hat den Anschein, dass nanoGEM diese grundsätzlichen Fragen des Bundes für Umwelt und Naturschutz noch nicht beantworten konnte.
Am Projekt „Nanostrukturierte Materialien – Gesundheit, Exposition und Materialeigenschaften (nanoGEM)“ wirkten 19 Partner aus Universitäten und Forschungsinstituten, Behörden und der Industrie mit. Es wurde von 2010 bis 2013 durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 6,5 Millionen Euro gefördert.

 

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