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PSA: Diese Regeln gelten immer

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Von Martin Weyde,

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist das letzte Mittel, um Gefährdungen am Arbeitsplatz zu begegnen. Erst wenn alle technischen und organisatorischen Möglichkeiten ausgereizt sind, für die Sicherheit Ihrer Kollegen zu sorgen, kommt PSA ins Spiel.

Aber der Sammelbegriff PSA muss für ein weites Feld von Ausrüstungen herhalten: Köpfe, Augen, Ohren, Gesichter, Atemwege und alle Arten von Gliedmaßen wollen geschützt werden. Dennoch sind dabei einige grundsätzliche Regeln zu beachten.
PSA gibt es in drei Kategorien: zum Schutz gegen geringe, mittlere und hohe bzw. tödliche Gefahren. Kategorie I kann ungeprüft gekennzeichnet werden, Kategorie II benötigt eine EU-Baumusterprüfung und III darüber hinaus eine Qualitätssicherungskontrolle.
Nach Anhang II der Richtlinie für persönliche Schutzausrüstungen gelten folgende Anforderungen immer – also übergreifend für alle Kategorien der PSA:

  1. Sie muss gegen mögliche Gefahren angemessen schützen.
  2. Sie muss hohen Schutz bieten, darf Ihre Kollegen aber nicht bei der Ausübung ihrer Tätigkeit behindern.
  3. Sie darf keine Gefahren oder Störungen verursachen.
  4. Sie darf Hygiene oder Gesundheit Ihrer Kollegen nicht beeinträchtigen.
  5. Sie darf Bewegungen, Körperhaltung und Sinneswahrnehmung Ihrer Kollegen nicht behindern oder sie gar zu gefährlichen Bewegungen verleiten.
  6. Sie muss so bequem und leicht wie möglich, aber dennoch ausreichend fest gegen Fremdeinwirkungen sein.

 

 

Weitere Anforderungen an die PSA legt die PSA-Benutzungsverordnung fest:

  1. Sie muss dem jeweiligen Kollegen richtig passen und ist grundsätzlich nicht dafür bestimmt, von verschiedenen Kollegen benutzt zu werden.
  2. Werden mehrere Schutzausrüstungen gleichzeitig eingesetzt, dann dürfen diese ihre Schutzwirkung nicht gegenseitig beeinträchtigen.
  3. Ihre Maßnahmen zur Wartung, zur Reparatur, zum Ersatz und zur Lagerung müssen gewährleisten, dass die PSA gut funktioniert und hygienisch einwandfrei ist.
  4. Sie müssen Ihre Kollegen darin unterweisen, wie sie die PSA richtig einsetzen.
  5. Sie müssen Ihre Kollegen in verständlicher Form und Sprache darüber informieren, wie sie die PSA richtig einsetzen.

Davon abweichend gibt es auch PSA, die für verschiedene Kollegen gedacht ist, zum Beispiel Rettungswesten, Warnwesten, Atemschutzgeräte oder Vollschutzanzüge.
Für manche PSA, zum Beispiel Atemschutzgeräte, ist es vor dem Einsatz nötig, dass sich Ihre Kollegen arbeitsmedizinisch untersuchen lassen.
Wenn Ihr Betrieb neue PSA anschafft, dann sollten Sie Ihre Kollegen bei der Auswahl einbeziehen. Im Gegenzug dürfen Sie ihnen auch ruhig einmal mehr damit auf den Wecker gehen, dass sie ihre PSA benutzen müssen und darauf achten sollen, dass sie heil und sauber ist.

 

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