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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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Sigmar Gabriel will altersgerechte Arbeitsplätze fördern

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Von Martin Weyde,

Ob mit 67 oder mit 76 in Rente - darauf kommt es ja schon beinahe nicht mehr an. Das eine wie das andere geht weit an der Realität vorbei. Die meisten Arbeitnehmer möchten nicht so lange Arbeit nehmen, und vor allem möchten auch die meisten Arbeitgeber keineswegs so lange Arbeit geben.

SPD-Chef Sigmar Gabriel will Unternehmen motivieren, sich um altersgerechte Arbeitsplätze zu kümmern, wie er der „Rheinischen Post“ sagte. Als Anreiz sprach er sich für einen Bonus bei den Rentenversicherungsbeiträgen aus. Es müsse mehr dafür getan werden, ältere Beschäftigte in den Betrieben zu halten. Anderenfalls solle die Rente mit 67 wieder ausgesetzt werden.
Wenn Ihr Unternehmen möglichst lange von den Erfahrungen der älteren Kollegen profitieren möchte, dann ergeben sich daraus auch Konsequenzen für Ihre Arbeit als SiFa, denn je höher das Durchschnittsalter Ihrer Kollegen wird, desto wichtiger ist der Gesundheitsschutz.
Ältere Arbeitnehmer sind in verschiedenen Bereichen weniger belastbar als jüngere: Die Augen sind nicht mehr so gut, Rückenschmerzen häufen sich und auch Stress steckt man nicht mehr so leicht weg wie früher.
Da viele ältere Menschen eine Brille gegen Altersweitsichtigkeit tragen müssen und Hell-Dunkel-Kontraste nicht mehr so deutlich wahrnehmen, sorgen Sie dafür, dass

  • die Arbeitsplätze Ihrer Kollegen der ASR A3.4 entsprechend beleuchtet sind
  • und Ihr Unternehmen bei der Ausstattung der Computer-Arbeitsplätze nicht gerade bei den Bildschirmen geizt.

 

 

Um Rückenerkrankungen vorzubeugen oder zu begegnen, sollten Sie gemeinsam mit Ihren Kollegen feststellen, wo besondere Belastungen bestehen:

  • Büroarbeitsplätze müssen ergonomisch gestaltet und ausgestattet sind. Führen Sie außerdem regelmäßige Pausen mit Bewegungsübungen für den Rücken ein.
  • Körperliche Arbeit sollten Sie erleichtern, wo immer die Möglichkeit besteht. Sorgen Sie dafür, dass entsprechende Hilfsmittel angeschafft werden.

Um Stress nach Möglichkeit zu vermeiden, führen Sie regelmäßig Gefährdungsbeurteilungen für psychische Belastungen durch. Achten Sie dabei besonders auf Probleme, die sich aus den Arbeitszeiten ergeben, zum Beispiel im Hinblick auf Schichtarbeit. Prüfen Sie Möglichkeiten der Arbeit in Teilzeit, Gleitzeit oder von zu Hause aus.
Berücksichtigen Sie auch die Vorgaben der ASR V3a.2. Darin geht es um die barrierefreie Gestaltung von Arbeitsplätzen, um den Bedürfnissen Ihrer Kollegen mit Behinderungen gerecht zu werden. Von der Umsetzung dieser Vorgaben profitieren auch Kollegen, deren Leistungsfähigkeit altersbedingt nachgelassen hat.
Weiterbildungsmaßnahmen sollten nicht den jüngeren Mitarbeiter vorbehalten sein. Sie müssen auch ältere Kollegen auf den aktuellen Stand bringen, wenn sie ganze Arbeit leisten sollen.
Und last, not least: Bieten Sie Ihren Kollegen auch Informationen an, wie sie selbst dazu beitragen können, geistig rege und körperlich fit zu bleiben. Davon haben nicht nur Ihre Kollegen etwas, sondern auch Ihr Unternehmen.

 

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