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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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So beurteilen die Beschäftigten die aktuelle Lage

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Menschen sind in unterschiedlichem Maße anfällig für Stress - die einen können gut damit umgehen, die anderen dagegen überhaupt nicht. Sicherlich auch deshalb ist in Stellenangeboten der Wunsch der Unternehmen verbreitet, die Bewerber mögen belastbar sein. Meistens gehen diese Anzeigen jedoch nicht näher auf die speziellen Stressquellen des angebotenen Jobs ein.

 

Vielleicht wissen die Unternehmen aber auch ganz genau, dass sie kaum Arbeitsplätze zu bieten haben, auf denen mit wenig Stress zu rechnen ist. Die Ergebnisse der obigen DGB-Umfrage legen den Verdacht nahe, denn nur 12 Prozent geben an, nie unter Zeitdruck arbeiten zu müssen. Dafür lassen die Probleme bei der Arbeit etwa jeden dritten Arbeitnehmer auch nach Feierabend nicht los. Und jeder zweite Arbeitnehmer schleppt sich mindestens zweimal im Jahr zur Arbeit, obwohl er oder sie sich richtig krank fühlt.
Die Arbeitsbelastung nimmt – nicht verwunderlich – mit der Zahl der Überstunden und steigendem Einkommen zu: Zwei von drei Arbeitnehmern, die wöchentlich 45 und mehr Stunden arbeiten oder monatlich mehr als 3.000 Euro Brutto verdienen, fühlen sich sehr häufig oder oft gehetzt. Hinzu kommt, dass die Angehörigen dieser beiden Gruppen auch noch überproportional in der Freizeit für ihre Firma arbeiten.
Je älter Menschen werden, desto schwerer fällt es ihnen, nach Feierabend auch wirklich abzuschalten. Während sich damit in der Altersgruppe bis 25 Jahre nur gut 20 Prozent schwertun, sind es bei Arbeitnehmern über 45 fast 40 Prozent.

 

Entgrenzung bedeutet, dass sich Arbeits- und Freizeit nicht mehr deutlich voneinander trennen lassen. So ist ein Drittel der Arbeitnehmer sehr häufig oder oft am Wochenende oder abends zwischen 18 und 23 Uhr im Dienst, und jeder Fünfte leistet ständig oder regelmäßig Schichtarbeit. Der DGB-Index gestattet hinsichtlich der Folgen keinen Zweifel: „Arbeit am Wochenende, am Abend, in der Nacht oder in wechselnden Schichten bedeutet vermehrte Hetze, stärkere Leistungsverdichtung, noch mehr Entgrenzung.“
Und wiederholt krank zur Arbeit gegangen sind besonders diejenigen Arbeitnehmer, die ohnehin schon unter hoher Belastung stehen: 70 Prozent der sehr häufig gehetzt Arbeitenden, 66 Prozent der Arbeitnehmer, die in der gleichen Zeit immer mehr schaffen müssen und 61 Prozent derjenigen, die sehr häufig auch in der Freizeit für die Firma zur Verfügung stehen.
Trotz Krankheit zur Arbeit zu gehen, begünstigt den Raubbau an der Gesundheit und damit auch am Arbeitsvermögen. Verantwortungsvolle Vorgesetzte sollten deshalb Wert auf uneingeschränkt einsatzfähige Mitarbeiter legen und erkrankte Kollegen lieber nach Hause schicken.
Fazit: Der DGB-Index bestätigt schon vorher bekannte Sachverhalte. Aber vor allem alarmiert er durch Zahlen und Wechselbeziehungen. Was können Sie als SiFa tun? Sie können dazu beitragen, dass die Ergebnisse der Umfrage auf den Tisch des Unternehmers, Geschäftsführers, Bereichs- und Abteilungsleiters und Personalverantwortlichen gelangen. Zum Nachdenken anzuregen, war noch nie verkehrt.
Für den DGB-Index wurden über 6.000 Arbeitnehmer aus allen Branchen, Einkommens- und Altersgruppen, Regionen, Betriebsgrößen, Wirtschaftszweigen und Beschäftigungsverhältnissen befragt, gewerkschaftlich Organisierte wie Nicht-Mitglieder.

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