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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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So sind Biostoffe keine Problem für Ihre Behörde

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Frage: Mit Biostoffen kann man ja in vielen Arbeitsbereichen in Kontakt kommen. Welche Schutzmaßnahmen sollte man grundsätzlich vorsehen?

 

Antwort: Zum Schutz vor Biostoffen steht für Sie als SiFa im Mittelpunkt, dafür zu sorgen, dass die Vorgaben der Biostoffverordnung (BiostoffV) und der Technischen Regel für Biologische Arbeitsstoffe TRBA 500 eingehalten werden.

Die TRBA 500 wird demnächst in überarbeiteter Fassung herausgegeben. Änderungen wird es besonders im Bereich der Hygienemaßnahmen zum Schutz vor Infektionen geben. Die bisherige TRBA 500 ging von einem sehr geringem Infektionsrisiko als Standard aus. Daher war die übliche Hygienemaßnahme, sich gründlich die Hände zu waschen.
Mit der neuen TRBA 500 werden Infektionsgefährdungen durch Bakterien und Viren, toxikologische Gefährdungen und Allergiegefährdungen in den Mittelpunkt gerückt. Bisher trug die TRBA 500 den Titel “Allgemeine Hygienemaßnahmen: Mindestanforderungen”. Daraus wird künftig “Grundlegende Maßnahmen bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen”.

 

Die folgenden Vorgaben der BiostoffV und auch der TRBA 500 werden wahrscheinlich noch ein Weile gültig sein:
Sie müssen als Sicherheitsfachkraft

  • vor Aufnahme der Tätigkeit eine Gefährdungsbeurteilung nach der BiostoffV durchführen. Stimmen Sie sich dabei mit dem Betriebsarzt ab.
  • ausreichende Informationen für die Gefährdungsbeurteilung beschaffen. Dazu gehören unter anderem Informationen über das Infektionspotenzial der Arbeitsstoffe, über Betriebsabläufe und Arbeitsverfahren sowie Art und Dauer der Tätigkeiten.
  • eine arbeitsbereichs- und stoffbezogene Betriebsanweisung erstellen, die auf die Gefahren für die Beschäftigten hinweist.
  • Ihre Kollegen vor Aufnahme der Tätigkeit anhand der Betriebsanweisung mündlich und arbeitsplatzbezogen unterweisen. Dazu gehört auch eine arbeitsmedizinische Beratung unter Beteiligung des Betriebsarztes.
  • den Zeitpunkt und die Inhalte der Unterweisung schriftlich dokumentieren und von Ihren unterwiesenen Kollegen gegenzeichnen lassen.

Sorgen Sie dafür, dass an den Arbeitsplätzen

  • Fußböden und Arbeitsmittel leicht gereinigt werden können.
  • Aerosole, Stäube und Nebel vermieden bzw. reduziert werden.
  • Waschmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
  • vom Arbeitsplatz getrennte Umkleidemöglichkeiten vorhanden sind.
  • Pausenverpflegung von den Arbeitsstoffen getrennt aufbewahrt und verzehrt werden kann.
  • Arbeitskleidung und PSA regelmäßig und bei Bedarf gereinigt und gewechselt werden.
  • Straßenkleidung von der Arbeitskleidung und PSA getrennt aufbewahrt wird.
  • Arbeitsräume regelmäßig und bei Bedarf mit geeigneten Methoden gereinigt werden.
  • Pausenräume nicht mit verschmutzter Arbeitskleidung betreten werden.
  • biologische Abfälle in dafür geeigneten Behältern gesammelt werden.
  • bei Verletzungen Mittel für die Wundversorgung vorhanden sind.

Und schaden kann das Händewaschen natürlich nach wie vor auch nicht.

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