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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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Stressreport Deutschland 2012

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Von Martin Weyde,

Im Januar 2013 hat die BAuA mit dem „Stressreport Deutschland 2012“ aktuelle Informationen zu psychischen Belastungen vorgelegt.

Im Vorwort erklärt Bundesministerin Ursula von der Leyen es als nicht hinnehmbar, dass psychische Erkrankungen im letzten Jahr 53 Millionen Krankheitstage verursachten und die Erkrankten im Durchschnitt nur 48 Jahre alt waren.
Mittlerweile hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Mensch kein Computer ist und menschliches Multitasking somit ein Mythos. Diese Unfähigkeit unserer Spezies lässt sich auch nicht wegtrainieren.
Wir können nur eine Sache zur selben Zeit erledigen, weil wir nur zwei Gehirnhälften besitzen: Selbst wenn es so scheint, als erledigten wir zwei Sachen gleichzeitig, dann springt unser Gehirn tatsächlich in Millisekunden von der einen zur anderen Hälfte und retour. Und an mehr als zwei gleichzeitigen Aufgaben scheitern wir naturbedingt.
Multitasking steht laut „Stressreport Deutschland 2012“ für 58 Prozent der Beschäftigten in Deutschland auf Platz 1 der häufig wiederkehrenden Arbeitsanforderungen. Auf Platz 2 folgen für gut die Hälfte der Beschäftigten Termin- und Leistungsdruck.
Und psychische Anforderungen liegen nicht mehr nur bei kaufmännischen Beschäftigten an der Spitze, sondern ebenso auch in gewerblichen Branchen. Diese Erkenntnis ist neu, denn in gewerblichen Bereichen stehen traditionell eher die körperlichen Risiken im Vordergrund.

 

Auf den nächsten Plätzen folgen Anforderungen durch wiederkehrende Arbeitsvorgänge mit 50 und durch Unterbrechungen mit 44 Prozent.
Als besonders belastend empfinden die Befragten bei ihrer Arbeit

  • starken Termindruck (34 Prozent),
  • Unterbrechungen und Störungen (26 Prozent)
  • und Multitasking (17 Prozent).

Der Anteil der Beschäftigten mit überlangen Arbeitszeiten von mehr als 48 Stunden in der Woche ist zwar in den letzten Jahren geringfügig gesunken, liegt mit 16 Prozent aber immer noch sehr hoch.
Der Stressreport hat auch ergeben, dass bei 42 Prozent der Befragten in den letzten 2 Jahren restrukturiert wurde. Und Umstrukturierungen führen zu ungefähr 10 bis 15 Prozent höheren Anforderungen an die Beschäftigten.
Lichtblicke hat der „Stressreport Deutschland 2012“ aber auch zu bieten, denn viele Befragte bewerten die Ressourcen in ihrem Unternehmen positiv:

  • Bei 88 Prozent klappt die Zusammenarbeit,
  • 80 Prozent werden von ihren Kollegen unterstützt,
  • 80 Prozent entwickeln an ihrem Arbeitsplatz gemeinschaftliche Gefühle
  • und 59 Prozent finden Rückhalt bei ihren Vorgesetzten.

Besonders die Unterstützung durch Vorgesetzte ist nach den Erkenntnissen des Stressreports eine wichtige Voraussetzung, um gesundheitlichen Beschwerden der Mitarbeiter vorzubeugen.

 

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