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Rund 18 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten täglich im Büro. Auch wenn dort die Gefährdungen weniger unmittelbar erkennbar sind als auf der...

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Tisch und Stuhl: Auf die Höhe kommt es an

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Von Martin Weyde,

Wenn jemand im Baumarkt vier einzelne Stein- oder Holzklötze davonschleppt, dann will er darauf mit großer Wahrscheinlichkeit etwas abstellen – und das ist nicht selten ein Bürotisch. Denn es gibt zwar jede Menge Bürotische, deren Höhe verstellbar ist, aber das geht längst nicht bei allen.

Langes Sitzen ist nicht gut für die Wirbelsäule, aber auf Büroarbeitsplätzen lässt es sich leider häufig nicht vermeiden. Davon sind in Deutschland 17 Millionen Beschäftigte betroffen, weiß das Deutsche Netzwerk Büro. Und die sind darauf angewiesen, dass sich die Höhe der Tische und Stühle nach ihrer Körperhöhe richtet, und nicht umgekehrt.
Das Institut für Arbeit und Gesundheit der DGUV hat für die Kampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ 1.500 Unternehmen nach ihrer Ausstattung mit ergonomischen Arbeitsmitteln gefragt: Demzufolge besitzen 37 Prozent keine höhenverstellbaren Tische, und bei 31 Prozent sind sie eher selten anzutreffen. Nur die restlichen 32 Prozent geben an, sie überwiegend einzusetzen.
Dr. Peter Schäfer, Präventionsexperte bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG), weist darauf hin, dass Unternehmen sich einen Bärendienst erweisen, wenn sie der Kosten wegen darauf verzichten, höhenverstellbare Tische anzuschaffen. Der Kostenunterschied zwischen den Bürotischen mit fester und denen mit verstellbarer Tischplatte sei in den vergangenen Jahren stark geschrumpft. Was wir bei Bürostühlen schon lange als selbstverständlich empfinden, sei inzwischen auch bei Bürotischen Standard.

 

Worauf es bei ergonomischen Tischen und Stühlen ankommt, beschreibt die BGI 650 „Bildschirm- und Büroarbeitsplätze – Leitfaden für die Gestaltung“. Danach geht es sowohl bei ergonomischen Stühlen als auch Tischen darum, dass ihre Höhe individuell angepasst werden kann. Dafür gibt die BGI 650 als Rahmen eine Körperhöhe von 151 bis 191 Zentimetern vor.
Die BGI 650 müssen Sie bei Ihrer Gefährdungsbeurteilung nach § 3 der Arbeitsstättenverordnung berücksichtigen, und davon abzuweichen, sollte Ihr Unternehmen schon triftige Gründe haben. Die Kosten der Büroeinrichtung sind in diesem Fall kein schlagendes Argument.
Schäfer empfiehlt sogar, mehrmals am Tag zwischen sitzender und stehender Tätigkeit zu wechseln, um verschiedene Muskelgruppen zu aktivieren und zu entlasten – damit beuge man Verspannungen und Rückenbeschwerden vor.
Und das Deutsche Netzwerk Büro rät generell zu mehr Bewegungsfreiheit, damit man nach einem langen Tag im Büro seinen Heimweg entspannt antreten kann: „Die nächste Sitzhaltung ist immer die beste“ sei das Credo der modernen Ergonomie.

 

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