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Für die Sicherheitsfachkraft sind Betriebsanweisungen ein wertvolles Hilfsmittel, um die Mitarbeiter zu unterweisen und vor Gefährdungen am...

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Warum die Gefährdung durch Lärm am Arbeitsplatz so heimtückisch ist

 
Urheber: Christian Schwier | Fotolia

Von Friedhelm Kring,

Wir sind im Beruf und Alltag ständig von Schall umgeben. Ob im Straßenverkehr oder im Supermarkt, in der Fußgängerzone oder im Fitnessstudio, überall prasseln Motorgeräusche, Stimmen, Musik und andere Klänge auf uns ein.

Dies macht es Ihnen als Unterweiser nicht leichter, Ihren Mitarbeitern Nahe zu bringen, warum ausgerechnet am Arbeitsplatz Lärm eine Bedrohung darstellen soll. Schenken Sie dem Thema „Lärm“ Aufmerksamkeit Machen Sie in Ihrer Unterweisung daher folgende Punkte deutlich:

  • Wir haben uns oft an eine Dauerbeschallung so gewöhnt, dass wir die Belastungen durch Lärm nicht mehr bewusst wahrnehmen.
  • Unsere intuitive Risikoeinschätzung in Sachen Lärmschädigung ist alles andere als verlässlich. Nicht nur Dauerbeschallung ist gesundheitsgefährlich. Auch wer nur eine kurze Zeit am Arbeitsplatz hohen Lärmpegeln ausgesetzt ist, erhöht massiv sein Risiko für Gehörschäden.
  • Lärm wirkt nicht nur auf unser Ohr. Viele Klänge wie Brummtöne oder Rauschen nehmen wir nur als Hintergrundgeräusche wahr und manchem gelingt es, sie auszublenden. Dennoch können auch Geräusche mit niedrigen Schallpegeln zu Anspannung, Unkonzentriertheit, Nervosität und Reizbarkeit führen. Lärm ist daher nicht nur eng mit dem Betriebsklima und dem Wohlbefinden am Arbeitsplatz verbunden. Auch Rückenschmerzen oder Bluthochdruck können durch Lärm am Arbeitsplatz mitbedingt sein.
  • Im Gegensatz zu den meisten anderen Gefährdungen am Arbeitsplatz ist die Zeit zwischen Gesundheitsbeschwerden und der Belastung bei hohen Lärmpegeln meist sehr lang. Gerade jüngere Mitarbeiter nehmen Lärmschutz daher oft weniger ernst, weil Hörprobleme erst Jahrzehnte später auftreten.
  • Lärmschwerhörigkeit entwickelt sich schleichend. Eine Hörschwäche wird anfangs oft lange nicht bemerkt oder nicht als schwerwiegend empfunden. Doch jede weitere Lärmbelastung verschlimmert die Erkrankung.
  • Ein geschädigtes Innenohr erholt sich nicht. Lärmschwerhörigkeit kann nicht geheilt werden.

Daraus ergibt sich als Fazit: Wer am Arbeitsplatz Gehörschutz verwendet, ist weder besonders empfindlich noch übervorsichtig. Ein Gehörschutzträger zeigt, dass er aktiv die Verantwortung für die eigene Gesundheit wahrnimmt.

Für Sie gilt, diese Verhaltensweisen zu fördern und als Vorbild für Ihre Mitarbeiter zu fungieren.

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Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
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