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Aufgaben des Einkaufs in Krisenzeiten

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Bis zu 70 % der Gesamtausgaben in einem verarbeitenden Betrieb werden von der Beschaffung verantwortet. Es ist daher unerlässlich, den Einkauf in einer (drohenden) Liquiditätskrise sofort und massiv zu aktivieren. Der vorausschauende Kaufmann fängt bereits jetzt damit an.

Die Liquidität ist immer eine zentrale Stellgröße im Finanzmanagement. In einer Unternehmenskrise gilt sogar der Grundsatz „Liquidität vor Rentabilität“. Fast alle operativen Entscheidungen im Einkauf beeinflussen direkt die Liquidität.

Einkauf und Liquidität

Daher muss der Einkauf aktiv und offensiv in das Liquiditätsmanagement eingebunden sein. In sehr vielen Unternehmen ist das bis heute leider nicht der Fall.

10 Einkaufsaufgaben in der Krise

Folgendes muss der Einkauf vorbereiten und umsetzen:

  1. genaue Liquiditätsplanung,
  2. Zahlungsziele verlängern,
  3. Liquiditätsabfluss verzögern und vermindern,
  4. Sale-and-Lease-Back-Geschäfte,
  5. Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen,
  6. Artikel verkaufen, die nicht mehr benötigt werden,
  7. Planlieferzeiten verkürzen,
  8. Anlieferfrequenzen erhöhen,
  9. Mindestlosgrößen reduzieren,
  10. Lagerbestände reduzieren.

Überforderter Einkauf?

Mit Kostensenkungsmaßnahmen und Versorgungssicherung kennen sich die Einkaufsleiter(innen) im Normalfall bestens aus. Anders beim Liquiditätsmanagement: Das wird als Aufgabe der Geschäftsführung und des Finanzwesens angesehen.
Demzufolge ist der „Werkzeugkasten“ des Einkaufs leer und der praktische Erfahrungsschatz gering.

7 typische Folgen oder Risiken, wenn der Einkauf bei Krisen keinen Task- Force-Status erhält:

  1. Die Geschäftsleitung lässt die Einkaufsleitung über den genauen Schweregrad der Krise im Dunkeln.
  2. Der Einkauf kommuniziert unglücklich mit den Lieferanten und verspielt wertvolles Vertrauen.
  3. Lieferanten werden zu spät oder zu früh über die Unternehmenslage informiert.
  4. Die Warenkreditversicherer der Lieferanten werden nicht in die Strategie eingebunden.
  5. Laufende Verträge werden aus Angst vor einem Lieferstopp nicht infrage gestellt und nachverhandelt.
  6. Der Einkauf kann die „Kostensenkungsbrille“ nicht gegen die „Liquiditätsbrille“ eintauschen.
  7. Den Lieferanten werden Zahlungen versprochen, die so nicht eingehalten werden können.


Auch wenn Ihr Unternehmen finanziell kerngesund ist, sind liquiditätsschonende Maßnahmen kein Fehler. Außerdem kann ein Unternehmen sehr schnell in Schwierigkeiten geraten. Ein gut vorbereiteter und vor allen Dingen sofort einsatzbereiter Einkauf ist ein unverzichtbarer „Rettungsanker“ in der Krise.

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