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So bringen Sie den eigenen Geldbeutel zum Wachsen

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Urheber: Syda Productions | fotolia

Von Bettina Steffen,

Steigende Ausgaben, aber ein gleich bleibendes oder sogar sinkendes Einkommen – wenn Sie wollen, dass Ihr Verdienst wächst, dann müssen Sie etwas dafür tun. Am einfachsten und zeitsparendsten ist es, mit Ihrer Firma über mehr Gehalt zu sprechen. Für die Gehaltsverhandlung mit Ihrem Vorgesetzten gibt es ein paar unumstößliche Spielregeln, die Sie unbedingt einhalten müssen.

Beachten Sie: Viele Mitarbeiter, aber auch Führungskräfte, haben Angst vor dem Gehaltsgespräch.

6 schlagkräftige Argumente

1. „Ich habe mehrfach meinen Chef im Urlaub vertreten“
Zwei- bis dreimal müssen Sie diese verantwortungsvollere Aufgabe für mehrere Wochen erledigt haben.

2. „Meine Arbeit hat der Firma viel Geld gespart“
Dies ist Ihr stärkstes Argument, wenn die Tätigkeit/Idee nicht durch ein betriebliches Vorschlagswesen bereits honoriert wurde. Präsentieren Sie detailliert mit Zahlen und Fakten, wie viel Geld Sie der Firma in den letzten 12 Monaten, 2 oder 3 Jahren eingespart haben. Auch Verbesserungsvorschläge von Ihnen, die umgesetzt wurden, gehören mit in die Waagschale.

3. „Ich habe überdurchschnittlich viele Überstunden geleistet“
Wichtig dabei ist, dass Sie durch diese Mehrarbeit zusätzliche Arbeit zu Ihrem normalen Aufgabengebiet erledigt haben. Beispiel: Projektarbeit oder spezielle Einzelaufgaben.

4. „Ich habe mich freiwillig fortgebildet“
Je umfangreicher das zusätzlich erworbene Know-how ist, desto besser. Das Argument zieht auch nur dann richtig, wenn Sie etwas vorzuweisen haben, was bisher keiner oder nur sehr wenige in Ihrer Firma besitzen.

5. „Ich habe Sie von Routine- und Spezialaufgaben entlastet“
Wenn Sie eng mit Ihrem Chef zusammenarbeiten und ihm täglich den Rücken frei halten, so ist dies eine Erwähnung in der Gehaltsverhandlung wert.

6. „Mein Aufgaben- und Verantwortungsgebiet hat sich in den letzten 12 Monaten stark vergrößert“
Wichtig ist, dass es sich dabei um Aufgaben und Arbeiten handelt, die über Ihr ursprüngliches Aufgabengebiet hinaus gehen und eine höhere Qualifikation von Ihnen verlangen. Beachten Sie: Die Vorbereitung auf das Gehaltsgespräch ist eine gute Gelegenheit für Sie, sich mit Ihren Ängsten auseinander zu setzen und ihnen die Stirn zu bieten.

6 Fallstricke

Auf einige Dinge reagieren Führungskräfte äußerst empfindlich, wenn ihre Mitarbeiter nach einem höheren Verdienst fragen

Vermeiden Sie daher unbedingt die folgenden Punkte, damit Sie nicht schon im Vorfeld scheitern:

1. Um die Gehaltsverhandlung bitten
Viele Vorgesetzte schalten fast reflexartig beim Thema Geld auf stur. Vereinbaren Sie daher einen Termin für ein Beurteilungsgespräch, bei dem es um Ihre Leistungen in der Vergangenheit und in der Zukunft gehen soll. Im Verlauf dieses Gesprächs sprechen Sie dann taktisch klug die finanzielle Seite Ihres Arbeitsverhältnisses an.

2. Zu viel fordern: 6 % mehr auf Ihr Brutto-Jahresgehalt können Sie ruhig fordern
Wenn Sie besonders viele und gute Argumente für mehr Geld besitzen, dann können Sie auch mit 10-12 % ins Rennen gehen. Höhere Forderungen werden von den meisten Chefs als völlig überzogen und als maßlos bewertet. Wenn Sie Führungsaufgaben übernehmen oder die Firma wechseln, ist die 15 %- Marke die unterste Grenze.

3. Die private Situation anführen
Die Kosten für Ihren privaten Lebenswandel als Begründung für einen Gehaltswunsch anzugeben, ist absolut tabu. Das neue Haus oder das 4. Kind, all das interessiert Ihre Firma nicht. Der Hinweis, dass Sie mit Ihrem jetzigen Gehalt nicht auskommen, kann Ihnen sogar als wirtschaftliche Inkompetenz ausgelegt werden. Und dafür wird natürlich niemand belohnt.

4. Sich mit Kollegen vergleichen
Es geht bei der Gehaltsverhandlung grundsätzlich allein um Ihre persönliche Leistung und Ihren Einsatz für die Firma. Wenn Kollegen für die gleiche Arbeit mehr bekommen, so ist das völlig unerheblich. Vielleicht haben diese einfach besser verhandelt. Und Vorsicht: Solange Sie die Gehaltsabrechnung Ihres Kollegen nicht mit eigenen Augen gesehen haben, kann es sich immer noch um eine Phantasiezahl seinerseits handeln – aus welchen Gründen auch immer. Da die Geheimhaltung in den meisten Firmen verbreitet ist, mag man es nicht, wenn Mitarbeiter untereinander über ihr Gehalt sprechen.

5. Den Wechsel androhen
Mit der Kündigung zu drohen, wenn der Chef mauert, ist meist ein Zeichen von Hilflosigkeit. So zeigen sich dann auch die meisten Führungskräfte völlig unbeeindruckt von dem Androhen einer Kündigung. Schulterzuckend und/oder mit den Worten begleitet „Das ist Ihre Entscheidung“, landet der Bumerang wieder bei Ihnen. Natürlich können Sie in der Firma bleiben, aber meistens führt eine solche Aktion aufs Abstellgleis. Drohen Sie auch nicht mit dem angeblichen Top-Angebot einer anderen Firma. Entweder Sie haben ein tolles Angebot und Sie wechseln oder Sie werfen Ihre Argumente in die Waagschale. Gut informierte Chefs wissen durch Ihre vielfältigen Kontakte, was in anderen Firmen bezahlt wird.

6. Frühzeitig aufgeben
Selten wird Ihren Forderungen sofort und umfassend nachgegeben – im Gegenteil. Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Vorgesetzten. Aus seiner Sicht ist das „Nein“ eine völlig nachvollziehbare und natürliche Reaktion. Seien Sie keinesfalls beleidigt, denn das könnte Ihnen als mangelnde Kritikfähigkeit ausgelegt werden. Fassen Sie bei einer Abfuhr oder bei einem Teilerfolg Ihren Standpunkt und Ihre Argumente noch einmal vollständig zusammen und einigen Sie sich auf ein neues Gespräch nach dem Ablauf von 6 Monaten. Ein solches Verhalten zeugt von Selbstbewusstsein, stärkt Ihr Image und erzeugt sachten Handlungsdruck auf Ihren Vorgesetzten. Praxis-Tipp: Bereiten Sie sich rechtzeitig und besonders gründlich auf diese für Sie wirtschaftlich fundamentalen Verhandlungen vor.

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